Das koreanisches Ensemble „Trio Core“ spielt stark auf

Von: fs
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Das junge Profi-Ensemble „Trio Core“: Hyun suk Hong am Klavier, Youngjun Choi am Cello (links) und Nico Jeong an der Flöte. Sie gastierten zum zweiten Mal in der Alsdorfer Martin-Luther-Kirche. Foto: Wolfgang Sevenich

Alsdorf. Im vergangenen Frühjahr hatten sie bereits eine beeindruckende Kostprobe in der evangelischen Martin-Luther-Kirche Alsdorf geliefert – jetzt haben sie erneut erfolgreich dort gastiert: die drei Profi-Musiker des „Trio Core“.

Gesamtleiter und Flötist Niko Jeong und seine koreanischen Landsleute Hyun suk Hong (Pianistin) und Youngjun Choi (Cellist) boten ein einstündiges Programm, das die Musikepochen von Barock über Klassik und Romantik bis zur Moderne umfasste. Zugleich bot das Konzert eine harmonische Vereinigung von westeuropäischer und ostasiatischer Musik, wie das „Medley of Emma“ des 1960 geborenen japanischen Komponisten und Pianisten Ryo Kunihiko zeigte.

In diesem Stück gab es ein reizvolles musikalisches Rendezvous asiatischer Melodien, adaptierter höfischer Tänze und eine romantische Tonsprache, die sich in Teilen auch zur Untermalung von Rosamunde-Pilcher-Filmen geeignet hätte – eine spannende Synthese.

Ostinater „Rhythmusanker“

Mal erhob sich der Klavierpart von Hyun suk Hong virtuos im Solo (hier merkt man dem Komponisten seine „Herkunft“ als Pianist an), mal war er der ostinate „Rhythmusanker“, über dem sich die schönen Melodien von Cello und Flöte solistisch oder in atemberaubender Verschränkung erhoben.

Besonders brillante Soli legte Flötist Niko Jeong in der Fantasie Nr. 3 von Georg Philipp Telemann (1681-1767) hin ebenso wie im Konzert in C-Dur von Antonio Vivaldi (1678-1741). Dem Ensemble gelang es hervorragend, eine Stimmung wie in Vivaldis Orchester-Oratorium „Die vier Jahreszeiten“ zu erzeugen, wobei die Flöte dem Geigen-Part ähnelte. Die Interpretation der Sonate Opus 5, Nummer 10, von Arcangelo Corelli (1653-1713) gefiel durch melodische Bewegtheit, Virtuosität und rhythmische Pointierung, wodurch der unterschiedliche Charakter der höfischen Tänze gut zur Geltung kam.

Ihr solistisches Können wie ihre harmonische Fantasie stellte Pianistin Hyun suk Hong bei „Sweet Hour of Prayer“ nach Bradbury (1816-1868) unter Beweis. Die Sonate in B-Dur von Giuseppe Samartini (1695-1750) und die „Greensleeves“-Variationen eines unbekannten Komponisten umrahmten ein einstündiges Konzert, dass die erschienenen Musikliebhaber mit viel Beifall quittierten.

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