„Das Jahr magischen Denkens“: Auf der Suche nach Auswegen

Von: dag
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Auf der Bühne der Stadthalle: Gundi-Anna Schick in dem Stück „Das Jahr des magischen Denkens“:. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Alsdorf. Auf Einladung der Kulturgemeinde Alsdorf gastierte das Grenzlandtheater mit dem Stück „Das Jahr magischen Denkens“ in der Stadthalle. Zum Inhalt: Mit einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung liegt die Tochter des Schriftstellerehepaars Joan Didion und John Dunne auf der Intensivstation.

Die Eheleute kehren nach einem Besuch bei ihr nach Hause zurück. Sie sitzen am Tisch, sprechen über dies und das – als der Mann plötzlich mitten im Gespräch an einem Herzinfakt stirbt. Vorbei sind 40 Jahre einer engen Lebens- und Arbeitsbeziehung. Es vergehen viele Monate, dann beginnt Didion, um zu überleben, wieder zu schreiben. Doch kann sie das Unbegreifliche begreifen?

Im Schaupiel suchte die Autorin Joan Didion auf der Bühne in offener, unsentimentaler und zugleich selbstkritischer Sprache nach Auswegen. Sie schilderte die verschiedenen Verdrängungsstrategien, ihre Sucht „alles im Griff zu haben“. Sie schrieb groß an die Wand: „Das Leben ändert sich.“ Und: „Das Leben ändert sich in einem Augenblick.“ Sie zeigte die „magischen Tricks“ auf, die sie anwendete, um der unumstößlichen Tatsache zu entgehen.

Mucksmäuschenstill saßen die Besucher auf ihren Stühlen und lauschten ihren Worten, obwohl sich der ein oder andere ein leises Lachen manchmal nicht verkneifen konnte.

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