Das „Herz des Teufels” schlägt für den Tango

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:

Herzogenrath. Tangorhythmen zwischen tiefer Melancholie und feuriger Leidenschaft und immer mit einer Prise Jazz ertönten auf Burg Rode. Das 2008 formierte Quartett „Jasstango” hatte zu einem Konzert der großen Gefühle eingeladen.

Für zahlreiche Gäste bot sich ein musikalischer Hochgenuss der besonderen Art. Obwohl sich der Name „Jass” aus den Anfangsbuchstaben der vier Musiker bildet, können sie gewisse Einflüsse des Jazz auf ihre Form von Tango nicht leugnen.

Alle Vier sind musikalisch perfekt: Johanna Schmidt an der Violine, André Klenes am Kontrabass, Stefan Kremer am Schlagzeug und Stephan Langenberg am Akkordeon entführten die Zuhörer in die Heimat des Tangos nach Argentinien.

„Sie zeigen uns heute die verschiedenen Richtungen des Tangos, versetzen uns ins Träumen mit eigenen Kompositionen, fetzigen Improvisationen und individuellen Interpretationen”, stimmte Wolfgang Schmitz vom Verein Burg Rode die Gäste ein. Das Programm zeigte die viele Facetten: Allein Langenbergs Komposition „Corazon del diabolo” (Herz des Teufels) hätte gereicht, um ein Feuer zu entfachen.

Rausch der Sinne

Egal, ob das französisch gefärbte „Vacance” oder das traurig anmutende Stück „Mit immer leichteren Schritten” - folkloristische und irrisierende Klänge wechselten sich ab und boten einen einzigartigen Klangteppich. Mit seiner Komposition „Die dunkle Seite des Mondes” hatte der Schlagzeuger seinen großen Auftritt. Am Bass begeisterte Klenes mit seinem Stück „Amalia”. „Vaalser” so lautet Johanna Schmidts Version eines Walzers.

„Ich bin halt Vaalserin”, erklärt sie strahlend. „Heimweh nach Argentinien kommt auf, wenn ich das Bandoneon erklingen lasse, das über Jahre dort zum Tanz gespielt hat”, erzählte Langenberg, der diese Form des Akkordeons wunderbar beherrscht. Mit dem „Fun-Tango” drücken die Musiker den Spaß aus, den sie selbst empfinden.

Eines ist klar: Tango ist pure Lebensfreude - auch wenn es mal etwas melancholischer zugeht. Am Ende ertönte viel Beifall und Standing Ovations belohnten die Musiker.
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