„Das halbe Schwein“: Die ganze Wahrheit über die Eifel

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Herzogenrath. Eine kabarettistische Melange Streiffelder Hof: Jupp Hammerschmidt präsentiert erneut Anekdoten, Geschichten und Gedichte aus seiner Heimat, der so überaus idyllischen Eifel.

Wenn die Kinder früher auf dem Land tagelang unter Johannisbeersträuchern lagen, um die winzigen Beeren von den Ästchen in einen Eimer zu „frisseln“, war das erst der Anfang einer langen Verarbeitungskette, an deren Ende schließlich jener köstliche Brotaufstrich stand, den der Eifeler „Wimmere-Gelee“ nannte. Wimmere, manche sagen auch „Wimmele“ oder „Wie-emele“ – klingt jedenfalls alles weitaus poetischer als „Johannisbeeren“. So ist die Eifel halt. Voller Poesie, voller Wimmere und voller „Knuu-eschele“ oder auch „Knoschele“ (Stachelbeeren). Aber nicht nur Wimmere und Knuu-eschele machten das alltägliche Dasein so lebens- und liebenswert – damals, bevor die „swingin’ Eifel“ der Nachkriegsjahrzehnte ihre Unschuld verlor.

Da war ja auch noch das Abenteuer „Betttuchspannen“ auf der Hühnerwiese – oder die Tatsache, dass die Eifeler jahrelang kollektiv an der Nadel hingen – an der Fichtennadel: Die Fichtennadeltablette hatte von heute auf morgen sämtliche Haushalte erobert – ein Quantensprung im Leben und Baden am Eifelsamstag. Und wenn es mal wieder hieß „Wir kriegen ein halbes Schwein vom Nachbarn“, wünschte sich das kleine Jüppchen Jahr für Jahr nichts sehnlicher, als dass es nicht die Hälfte mit dem Kopf dran sein möge. Und als Mama ihm eines Tages erklärte, das Schwein werde längs geteilt, wurden Jüppchens Sorgen nicht kleiner, nur anders.

Von all dem – und noch viel mehr – erzählt Jupp im „Halben Schwein“ am Freitag, 24. April, 20 Uhr, Einlass 19.30 Uhr, im Streiffelder Hof 14.

Kartenreservierungen sind beim Streiffelder Hof Bis 5 Stunden vor Beginn der Veranstaltung möglich,telefonisch unter Telefon 02406/659906, persönlich oder per E-Mail an jt-merkstein@herzogenrath.de (Antwortmail beachten!). Die Karten kosten im Vorverkauf 9 Euro, an der Abendkasse 11 Euro.

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