Das Gymnasium muss nicht nur saniert werden

Von: ehg
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Würselen. An zwei Tagen im März und April hat das Städtische Gymnasium einen Workshop „Lernen und Raum“ ins Leben gerufen, an dem Schüler, Elternvertreter und Lehrer teilnahmen.

Er wurde von der Schulleiterin Lydia Becker-Jax initiiert, um möglichst frühzeitig die Bedürfnisse und Anregungen der Schulgemeinschaft bezüglich der Sanierung und Modernisierung des Schulgebäudes in den Planungsprozess einfließen zu lassen.

Die Ergebnisse stellte die Leiterin in der Sitzung des Bildungsausschusses vor, wobei seinen Mitgliedern anschaulich die Mängel des 40 Jahre alten Gebäudes vor Augen geführt wurden. Doch ging es ihr nicht nur darum, sondern auch um die vielfältigen Vorzüge, die das Gebäude trotzdem noch genießt. Lydia Becker-Jax wörtlich: „Wir sind überzeugt von unserer Schulen und sehen die zahlreichen Vorzüge, die unsere Schule und auch die Grundstruktur unseres Gebäudes hat!“

Als ein leuchtendes Beispiel hob sie die Medienausstattung hervor, in die in den letzten Jahren von der Stadt sehr viel Geld investiert worden sei, „so dass wir in diesem Bereich eine ‚Leuchtturmschule‘ sind“. Die Turnhalle sei vor fünf Jahren saniert und modernisiert worden. Im Bau befindet sich eine „wunderbare, große und schöne Mensa“.

Wo der Hebel der Sanierung und Modernisierung angesetzt werden muss, hatte der Workshop in allen Einzelheiten herausgearbeitet. Für die Differenzierung mangelt es an Nebenräumen, außerdem an Lehrerarbeitsplätzen im Rahmen des Ganztagsbetriebs.

Dringender Bedarf herrsche bei den Sportstätten vor, wurde eine Dreifach-Sporthalle reklamiert. Nicht mehr nutzbar sei die Tartanbahn an der Außensportanlage. Zu klein sei das vor vier Jahrzehnten für 40 Lehrkräfte ausgelegte Lehrerzimmer. Dringend sanierungsbedürftig sind – so der Workshop – die Toilettenanlagen. An vielen Orten müsse noch ein Sonnenschutz an den Fenstern angebracht werden. Auch müsse in Sachen Schallschutz und bei der mangelhaften Beleuchtung Hand angelegt werden.

Ein besonderes Anliegen des Workshops sei es, „dass künftig nicht einfach nur Sanierungen und ‚Schönheitsreparaturen‘ vorgenommen werden“. Es müsse zunächst ein Gesamtkonzept entwickelt werden, „wie aus unserem 40 Jahre alten Gebäude eine zeitgemäße, zukunftsorientierte Schule gemacht werden kann“.

Schulleiterin Lydia Becker-Jax stellte als Beispiel für eine moderne Lernstätte die Mittelschule im niederländischen Ede mit ihren transparenten offenen Klassenräumen und mit den Nebenräumen für individuelles Lernen und Gruppenarbeit vor. Wie die Edener Grundkonzeption auf das Gebäude an der Klosterstraße übertragen werden kann, dazu unterbreitete die Schulleiterin konkrete Beispiele.

Es freute sie, dass die Botschaft, die vom Workshop ausgegangen ist, angekommen zu sein scheint und sich der Bildungsausschuss bereits in seiner nächsten Sitzung mit den angesprochenen Themen beschäftigen will. Damit sei ein wichtiges Ziel seiner Arbeit bereits erreicht.

Positiv wurde die Arbeit des Workshops bereits in der Sitzung selbst aufgenommen und gewertet. Mit der Schulleiterin war er sich einig, dass erst ein Konzept entwickelt und die Kosten ermittelt werden müssten. Dann könne man mögliche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen im großen Stile in die Haushaltsberatungen einbeziehen, hieß es.

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