Das Grün im Wohngebiet Müschekamp wird geschnitten

Von: vm
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Die Stadt Alsdorf lässt gerade das Grün im Wohngebiet Am Müschekamp beschneiden, das Grundstücken das Licht nimmt. Foto: V. Müller

Alsdorf. Im Wohngebiet Müschekamp werden derzeit Bäume und Sträucher geschnitten oder gänzlich entfernt, nachdem sich Anwohner bei der Stadt beschwert hatten, ihre Grundstücke würden inzwischen zu stark beschattet.

„Das können wir gut nachvollziehen, schließlich will keiner mit Garten in Südlage im Schatten sitzen“, sagt Karl Becher vom Umweltamt der Stadt Alsdorf. Deshalb wurde eine Firma beauftragt, die für mehr Licht sorgen sollte – „in enger Absprache mit den Anwohnern“, so Becher.

So sei an jeder Haustür an der Moerstorper Straße geklingelt und gefragt worden: „Wie hätten Sie es denn gerne?“ Manche hätten sich für den Sichtschutz entschieden, „da wird nicht geschnitten, aber auch dann nicht, wenn etwas auf das Grundstück wächst“, sagt Becher. Darum müssten sich die Anwohner, die so entschieden hätten, selbst kümmern. Zufrieden sind trotzdem nicht alle, wie Becher in recht markigen Worten erfahren hat.

Bei dem Grünstreifen handelt es sich um eine ökologische Ausgleichsfläche – „heute würde man diese nicht mehr direkt im Baugebiet anlegen, sondern nur eine Grünfläche“, sagt Becher.

Ein paar Meter weiter, am Spielplatz, wurden ebenfalls Grünschnittarbeiten durchgeführt, allerdings ist hier die GSG Grund- und Stadtentwicklung zuständig – wie bei allen anderen Spielplätzen auch. Anwohner kritisierten nun den fehlenden Sichtschutz. Dem entgegnet Maik Del Tedesco von der GSG, die Einsehbarkeit von Spielplätzen sei eine Sicherheitsfrage.

Bei dichtem Bewuchs würden sich außerdem zum einen oft Jugendliche zum dortigen Drogen- oder Alkoholkonsum „eingeladen“ fühlen, zum anderen würde häufiger Müll zurückgelassen oder Sperrmüll illegal entsorgt.

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