Das Freundschaftsspiel hat viele Gewinner

Von: mas
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Die „Schwarzen“ aus Hoengen siegten am Ende 5:4 in einem flotten Freundschaftsspiel, dessen Einnahmen für karitative Zwecke verwendet werden. Foto: Sigi Malinowski
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Wen stelle ich bloß auf? Hoengens Coach Bosko Tomasen ließ schlussendlich alle seine Spieler gegen Fortuna Düsseldorf mal ran. Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf. Nett ist er, der „Jaro“. Der ehemalige Profifußballer von Fortuna Düsseldorf hofft, dass auch die Hoengener Kreisligisten nett und zuvorkommend zu seiner Mannschaft sein werden. Denn Jaroslav Kraskiewicz bittet die Spieler des C-Liga-Fünften kurz vor dem Anpfiff um angepasstes Tempo.

„Jungs, ihr seid im Schnitt 30 und wir sind deutlich im Ü50-Bereich“, hat der Fortune ausgemacht. Und dann haben sie Spaß, die Traditionskicker aus der Landeshauptstadt und ihre Hoengener Gegner des SV, die das Vorspiel zur Partie Alemannia Aachen gegen den Bremen-Ligisten Blumenthaler SV (Endergebnis 4:0, wir berichteten) absolvieren. Der SV Hoengen hat lange auf diesen Tag hingearbeitet. Zum 100-jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr schenkte Regionalligist Alemannia Aachen dem Alsdorfer Verein ein Freundschaftsspiel.

Die Hoengener nahmen selbstverständlich dankend an und fanden mit dem Samstag den passenden Tag für die beiden Spiele. Etwas mehr im Fokus – aus sportlicher Sicht – stand dabei für den Klub um den Vorsitzenden Karl-Heinz Dahmen der Vergleich zwischen der „Ersten“ des SV und den Fortunen. „Da ist man schon ein bisschen nervös und angespannt“, beichtete SV-Trainer Bosko Tomasen. Denn den einen oder anderen „Namen“ im Team der Düsseldorfer kennt man auch heute noch. Auch wenn die besten Zeiten von Ede Yotlar oder Patrick Deusz – er stand als Torwart im Aufstiegskader der Jahres 2002 – längst vorbei sind. Aber sie können es immer noch.

So gab Hoengens Keeper Steffen Logen auch frank und frei zu, „alles andere als zweistellig wäre für uns schon ein Erfolg“. Ergänzend mit der Bemerkung: „Wir wollen heute mit erhobenen Köpfen hier raus gehen“. Nicht nur das, sie durften die Sportanlage an der Gesamtschule „Am Klött“ sogar hoch erhobenen Hauptes verlassen. Denn am Ende stand in der von Schiedsrichter Philipp Horbach geleiteten Begegnung ein Sieg für die Gastgeber zu Buche 5:4 gewann der SV, bei dem Chris Wolf drei Treffer erzielte und David Mörkens sowie Serkan Temel die weiteren Tore beisteuerten.

Etwas unruhig war Organisationsleiter Josef Jansen noch eine knappe halbe Stunde vor Beginn des Düsseldorf-Spiels. Da verloren sich an der von Adam Kropidlowski und Karl-Heinz Doube eingerichteten Kasse gerade mal knapp hundert Besucher. Mit wie vielen rechnet er denn, der Vorstand? „Na ja, wenn wir 1000 Zuschauer kriegen, können wir alle sehr zufrieden sein“, stellte Jansen heraus. Als Alemannia Aachen dann auflief hatten die Hoengener die Marke fast erreicht. Gut 900 Fußballfans ließen ordentliche Erträge in die Kasse fließen. Die wiederum stecken Dahmen, Jansen und Co. in karitative Projekte. Unter anderem erhält das Team von behinderten Fußballern, dass der HSV als eigene Abteilung im Verein einrichtete, einen großen Anteil der Einnahmen.

Obwohl in sportlicher Hinsicht und organisatorisch alles bestens lief: Etwas verstimmt zeigte sich die Klubleitung allerdings, dass sie auf eigene Kosten den Kunstrasenplatz vom Schnee befreien musste. „Daran hält sich die Stadt nicht auf. Wir mussten damit ein Unternehmen beauftragen“, merkte Josef Jansen an.

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