Das Finale der Oidtweiler Kirmes ist ein Highlight

Von: mas
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Triumphzug durch die Kirchgasse und anschließend durchs Dorf: (vorn) das Königspaar Hermann Eckardt und Eva Litzel sowie die Maipaare Patrick Schaffrath und Alina Rübben (hinten) und Timo Hauch und Annika Fischer. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. „Schlachtgesänge“ dringen aus dem hinteren Teil eines großen Gartens. Da stehen und sitzen sie und singen. Oidtweilers Junggesellen haben alte und neue Lieder drauf. Laut und schön. Wenn man’s mag. Haus 18 in der Oidtweiler Kirchgasse ist das Regierungsgebäude des Dorfes an diesem Nachmittag.

Hier am Wohnsitz der Familie Eckardt bereitet man sich auf die Königsparade vor. Überall ist es eng. Draußen, drinnen, im Garten. Weil zugestellt mit Menschen. Angetrieben von „Tenor“ Christian Heutz schmettern die Gesellen in purer Lebensfreude Strophen über die „Bierbrauer-Mamsell“.

Der Maikönig von 2011 dirigiert etwa 30 Männer. Mindestens 30-mal so viele Menschen haben sich in der schmalen Kirchgasse aufgestellt, um endlich das Königs- und die Maipaare in Empfang zu nehmen. Viel Zeit vergeht, doch dann schreitet Hauptmann Martin Ohlenforst vorweg und die Würdenträger kommen endlich. Jetzt klatschen sich die Zuschauer, die vielen Mitglieder der am Festzug teilnehmenden Vereine in einen Rausch.

König Hermann Eckardt und Königin Eva Litzel wandeln geradezu auf einem Sympathieteppich. Ebenso wie die Maipaare Patrick Schaffrath und Alina Rübben sowie Timo Hauch und Annika Fischer. Ein paar Meter vom Elternhaus des Königs entfernt ist mehr Platz. Dort bekommt man etwas zu sehen, dass zum Besten der letzten 30 Jahre gehört.

Fahnenschwenker Tim Heyer zaubert mit seiner Fahne, ähnlich wie Ronaldo das mit dem Ball tut. Schier unglaublich, was der junge Concorden-Verteidiger in seine eigene Show packt. Fünf Minuten dauert das Spektakel. Und dann zieht der große Festzug los. Die Blaskapelle aus Oidtweiler, die Trommler Beggendorfs, die Junggesellen aus Baesweiler oder Körrenzig: Viele Vereine und die Dorfkinder mit ihren bunt geschmückten Fahrrädern begleiten die Freunde aus Oidtweiler auf ihrem Triumphmarsch.

Darunter auch die Majestäten früherer Jahre. Doris Schöngen, das frühere Fräulein Jansen lässt sich von ihrem Mann Rolf Pletz begleiten. Marion und Wolfgang Eckardt marschieren ebenso mit wie der frühere Maijunge Markus Herten. Er wird von seiner Frau Birgit begleitet. Auch Josef Ophoven und Konrad Jansen gehören zu den Jubilaren.

Am Abend, zum Königsball widmen sich die Junggesellen um ihren Vorsitzenden Tobias von Ameln wieder für einen Moment an die personifizierte Geschichte des JVO. Ausgezeichnet werden Gerhard Dickmeis für 60-jährige Treue sowie Ralf Uerlings, Herbert Mürkens und Ulrich Schieren (je 40 Jahre) und nicht zuletzt Thorsten Heckmann und Christoph Bremer (je 25 Jahre).

Obwohl mit dem „Finale“ am Montag noch ein harter Tag ins Haus steht feiern die Junggesellen auch jetzt noch heftig. Fast bis in den Morgen hinein. Dann ging es Montagmorgen auf Klompen (die originellsten wurden später prämiert) durchs Dorf und ins Zelt. Nochmals setzt die übergroße Dorfgemeinschaft ein feierliches Zeichen.

Die konditionsstärksten Junggesellen nehmen auch noch den Ausklang im Oidtweiler Treff mit. Bis Die Kirmes 2017 Geschichte ist. Eine schöne, mit all ihren Kapiteln.

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