Alsdorf - Das eigene Revier sauber halten

Das eigene Revier sauber halten

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
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Laub, Laub und nochmals Laub: Dies ist nur eine Herausforderung, der sich die Mitarbeiter des Eigenbetriebs Technische Dienste stellen müssen. Foto: Stüber

Alsdorf. Wer ein festes Territorium hat, der neigt dazu, dies zu verteidigen. Denn es ist ja „Seins”. Und wenn es „Seins” ist, dann wird derjenige wohl auch besonders darauf achten, dass dort alles in Ordnung ist. Und weil er sich da auch gut auskennt, wird er die Probleme genau kennen und wissen, wie man damit umgeht.

Das steckt laut Bürgermeister Alfred Sonders hinter der Einführung des „Territorialprinzips” beim Eigenbetrieb Technische Dienste, den man früher Bauhof nannte. Das Konzept hierfür hatte der Betriebsausschuss Ende letzten Jahres beschlossen. Unlängst wurde mit der Umsetzung des Plans begonnen.

Das Alsdorfer Stadtgebiet ist dabei in fünf Bezirke aufgeteilt, die von eigenen Teams mit vier bis fünf Kräften betreut werden, auf dass Alsdorf auf Dauer sauber und attraktiver wird. Team 1 befasst sich mit Zopp, Busch und Annapark, 2 mit Schaufenberg, Neuweiler, Bettendorf und Ost, 3 betreut Kellersberg, Ofden, Duffesheide, Reifeld und Radsberg, 4 betreut zwei Bereiche, die Mitte genannt werden, und den Kern der Innenstadt. Die fünfte „Kampfgruppe” kümmert sich um Mariadaorf, Hoengen, Warden, Begau und Broicher Siedlung. Alle Gruppen zählen je nach Bedarf vier bis fünf Kräfte.

Innerhalb des Personalpools wurden sechs Stellen umgeschichtet und zwei unbesetzte Stellen neu „bestückt”, so dass insgesamt acht Arbeiter mehr im Pflegebereich eingesetzt werden können. Das soll dem Stadtbild und der Bevölkerung zugute kommen. Außerdem verspricht sich Sonders auch eine größere Kostentransparenz.

Der wesentliche Unterschied zu früher besteht darin, dass zugunsten der Teambildung die Trennung zwischen Straßenbau und Grünpflegekolonne aufgehoben wurde, skizziert der Bürgermeister. Mit Aufhebung dieser Aufgabenbegrenzung wird der Einsatz effektiver.

Einmal vor Ort, können nun in einem Rutsch alle notwendigen Arbeit erledigt werden. Dem vorausgegangen ist die Bestandsaufnahme und Bewertung aller von der Stadt zu pflegenden Flächen. Jede Kolonne geht systematisch vor und hat ihr Arbeitspapier, um zu dokumentieren, was getan wurde und was noch anliegt. „Das ist kein Endzustand. Wir müssen Erfahrungen mit dem neuen System machen und schauen, ob das alles so zu schaffen ist”, sagt Sonders.

„Die Augen der Stadt”

Die entsprechenden „Durchläufe” in den Bezirken sind auf drei Wochen angelegt. Einige Durchgänge sind bereits absolviert. „Die Mitarbeiter sind die Augen der Stadt. Sie sind sehr wichtig, um zu beurteilen, was wir tun müssen, um Alsdorf weiter voran zu bringen”, sagt der Bürgermeister.

Dabei wird qualifiziertes Personal eingesetzt, das heißt so genannte „Vorhandwerker” plus Fachpersonal (Gärtner und Tiefbauer) für Grün- und Parkanlagen und Straßenunterhalt. Verbunden damit ist eine bessere Ausstattung der Teams mit Klein- und Großgeräten, wie zum Beispiel eine zusätzliche Kleinkehrmaschine sowie Fahrzeuge und Anhänger, sagen die Leiter des Eigenbetriebs, Jörg Theißing und Walter Buttgereit. Rund 170.000 Euro wurden investiert. Jede Kolonne ist universell ausgerüstet, so dass (fast) jede Arbeit erledigt werden kann.

Wichtig ist Sonders beim Einsatz der Teams der Kontakt mit der Bevölkerung. Für Hinweise, wo es Probleme gibt, sind Stadt und Eigenbetrieb dankbar. Auch für den Winterdienst sieht sich die Kommune gut aufgestellt. 180 Tonnen Streusalz sind eingelagert. „Das reicht für etwa drei Wochen”, sagt Buttgereit. Zudem habe der Landesbetrieb Straßen.NRW nach den Erfahrungen im letzten Jahr die Reserven aufgestockt.

Zwei große und zwei kleine Streu- und Räumfahrzeuge stehen in Alsdorf bereit. Ob sie ausrücken,wird bei einer Kontrollfahrt gegen fünf Uhr entschieden. „Bei Bedarf wird also vor Einsetzen des Berufsverkehrs geräumt beziehungsweise gestreut”, sagt Buttgereit.
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