Würselen - Das „Dörflein“ stellt Festschrift zum Jubiläum vor

Das „Dörflein“ stellt Festschrift zum Jubiläum vor

Von: ehg
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Bei der Vorstellung des Buches 1150 Jahre Bardenberg: (v.l.) die Beteiligten Wolfgang Völker, Dr. Karl-Wilhelm Nellessen, Theo Valkysers, Josef Körfer, Thomas Havers, Edgar Schilde und Hubert Pastor. Foto: W. Sevenich

Würselen. Das „Dörflein“ im strahlenden Sonnenschein zu Füßen präsentierte der Arbeitskreis „1150 Jahre Bardenberg GbR“ die anlässlich des Ortsjubiläums aufgelegte 280 Seiten umfassende Chronik über die nachweisbare Historie.

Dazu begrüßte dessen Geschäftsführer Thomas Havers neben Vizebürgermeister Winfried Hahn und dem Mitglied des Städteregionstags, Josefine Lohmann, sowie Ex-Bürgermeister Werner Breuer zahlreiche Sponsoren im Barbarasaal des Rhein-Maas-Klinikums in Bardenberg. „Ihr finanzieller Beitrag hat wesentlich zur Veröffentlichung des vorliegenden Werks beigetragen und uns die Herausgabe erleichtert“, bedankte er sich.

Zu den Gästen zählten auch die Autoren, die diese umfassende Chronik durch ihre Textbeiträge bereichert haben. Für den ersten Teil zeichnet Hubert Pastor verantwortlich. Er hat über die Frühzeit der nachweisbaren Geschichte von Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung 867 bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Beiträge verfasst. Dazu recherchierte er in zahlreichen Archiven auch außerhalb der Stadt Würselen.

Leben im „Dörflein“

Um den zweiten Teil hat sich Dr. Karl Wilhelm Nellessen intensiv gekümmert. Er hat sich in die Chronik der Bardenberger Bürgermeister vertieft. Und damit für alle Leser der Chronik die Zeit von 1800 bis zum Ende der Weimarer Republik im Jahre 1933 nachvollziehbar gemacht.

Ein weiteres Wort des Dankes von Geschäftsführer Havers galt Theo Valkysers für seinen Beitrag über die Franzosenzeit. Er wurde in der Festchronik dem Beitrag von Nellessen angegliedert.

In den Teilen drei bis acht befasst sich Havers mit der Zeit des Nationalsozialismus, mit der Parteienlandschaft in Bardenberg und dem Leben im „Dörflein“ seit 1945. In den Teilen sechs bis acht steuerten auch die Bardenberger Ortsvereine Beiträge zu ihrer eigene Geschichte bei. Es brachten sich auch nicht mehr existierende Vereine durch diverse Beiträge in das Gesamtwerk ein.

Seinen Dank sprach Havers auch allen Autoren aus, die in der Vergangenheit in den bisher erschienenen 20 Bardenberger Heimatheften des Heimatvereins verschiedene historische Themen aufgegriffen und beleuchtet haben. „Die Beiträge bilden die Grundlage für dieses Werk heute, das erstmals komprimiert die Geschichte des Heimatortes Bardenberg zusammenfasst“, führte der AK-Geschäftsführer weiter aus.

Eine Fragebogenaktion zur Aufarbeitung der Nazizeit wurde gestartet. Eine Reihe von Zeitzeugen brachten sich über diese in das Gesamtwerk ein. Hilfreich sei, so Havers, auch ein Manuskript des Vorsitzenden der Kulturstiftung, Achim Großmann, über den „Umbruch“ im Jahre 1945 gewesen, der derzeit an diesem speziellen Thema arbeitet. Havers hob hervor, dass Jessica Greven die Texte der Teile drei bis acht „einer umfangreichen und lehrreichen Korrektur“ unterzogen habe.

In ganz besonderer Weise würdigte Havers die Arbeit von zwei Mitarbeitern aus dem Archiv, von Edgar Schilde und Franz-Josef Körfer. Sie haben in akribischer Detailarbeit über Monate hinweg – teils in Tag- und Nachtschicht – alle Texte und Fotos zusammengestellt, bearbeitet und zu dem nunmehr vorliegenden Werk von Laien zusammengefügt. Das größte Lob ernteten sie von der Druckerei, der Firma Erens Painting in Aachen, schon vorab. Denn dort werde selten ein Werk von Laien in so hervorragender Bearbeitungsqualität zum Druck abgeben, testierte sie den beiden Mitstreitern.

Diesem Lob schloss sich die „1150 Jahre Bardenberg GbR“ als Herausgeber gerne an. Ihnen überreichte Havers die ersten noch druckfrischen Bände. Blumen gab es für die Ehefrauen, „die in den letzten Monaten auf ihre Ehemänner über Maßen verzichten mussten.“ Für Havers, und nicht nur für ihn, war es keine Frage, dass sich die Arbeit aller, die an dem „großartigen Gemeinschaftswerk“ beteiligt waren, gelohnt hat.

„Schillernde Persönlichkeit“

„Es darf in keinem Bardenberger Haushalt fehlen!“ Appetit auf mehr machte Havers, indem er drei Leseproben darbot, über die Gefahr, die vom Feuer im 19. Jahrhundert im „Dörflein“ noch ausging, über die schillernde Persönlichkeit Otto Meyer, der schließlich von den Nazis aus der Partei ausgeschlossen wurde, und über ein Protokoll einer Lehrerkonferenz im Jahre 1958, als ein Höflichkeitskanon für Schulkinder beschlossen wurde.

Zum Preis von 9,50 Euro kann die Jubiläumschronik in den ortsansässigen Geldinstituten, bei den AK-Geschäftsführern Thomas Havers, Am Zehnthof 23, Telefon 02405/85317, und Wolfgang Völker, Grindelstraße 53, Telefon 02405/86549, und beim Heimatverein erworben werden.

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