„Das Da Theater“: Beifall für „Amazonen“ in der Kirche

Von: ehg
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Theater in der Kirche: „Amazonen“ oder „Alle Macht den Frauen“ wird von Kursteilnehmern des Theaterpädagogischen Zentrums des „Das Da Theaters“ aufgeführt. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Würselen. Die Veranstaltungsreihe „Pius am Mittwoch“ startete nicht – wie sonst üblich – mit einem musikalischen Leckerbissen in die zweite Hälfte des Jahres. Vielmehr wurde ein Schauspiel in der Kirche aufgeführt, und zwar die Komödie „Amazonen“ oder „Alle Macht den Frauen“ nach Thor Truppel, einem 1979 in Eilenburg geborenen erfolgreichen Autor.

2003 gewann sein Stück „Amazonen“ den Publikumspreis der Theaterfestspiele in Annaberg-Buchholz. Es spielten in der aktuellen Fassung zehn Kursteilnehmer der Spielzeit 2016/2017 am Theaterpädagogischen Zentrum des „Das Da Theaters“ (Aachen) in der Regie von Philipp Maurer. Angesiedelt war die Komödie in Themiskyra, der Hauptstadt des Amazonenreiches.

Können Männer und Frauen miteinander glücklich werden? Diese Frage – so alt wie die Menschheit – wurde in ihr aufgerollt. Die Griechen der Antike vermuteten, dass es ein Land unweit ihrer Küsten gäbe, in dem nur Frauen lebten, die Amazonen. Um den Fortbestand ihres Staates zu sichern, begeben sie sich regelmäßig auf Raubzüge nach Männern.

Eines Tages jedoch führt die berühmte Amazonen-Königin nur einen einzigen Mann, ihren Achilles, als Gefangenen aus dem Trojanischen Krieg Penthesilea mit nach Hause. Die beiden lieben sich. Doch als Amazonenkönigin muss Penthesilea sich dem Gesetz der Göttin Artemis, das die Liebe verbietet, beugen und den Mann der Gemeinschaft überlassen. Doch wird ein einziger Mann für alle Amazonen reichen? Wird Achilles ausreichend Stehvermögen besitzen, den Nachwuchs zu sichern? Fragen über Fragen, auf die die Besucher Antworten erwarteten.

Als Frauen verkleidet, haben sich inzwischen Herakles und Theseus in die Stadt eingeschlichen. Sie planen, mit viel List die Amazonen zu unterwerfen. Werden die Frauen mit den Männern fertig? Werden Achilles und Penthesilea am Ende doch noch zusammen finden und als Mann und Frau glücklich werden? Mit diesen Fragen entlässt das witzige Stück mit seinen interessanten Verwicklungen die Besucher in die Pause.

Konzert auf dem Programm

Interessant war danach, welche Antworten in Themiskyra auf sie gefunden wurden. Dabei gestaltete sich der ewige Krieg der Geschlechter auf dem mythologischen Hintergrund überraschend aktuell. Die schauspielerischen Leistungen, die Monika Steinberg (Generalin Antandre), Heidi Schäfer (Hohepriesterin Thermodosa), Farnaz Ben Attou (Königin Hippolyte), Corinna Beck (Königin Penthesilea), Sandra Richlowski (Kriegerin Clonie), Catharine Richter (Kriegerin Derinoe) und Ricarda Sittig (Kriegerin Polemusa) sowie Dominik Stunder (Herakles), Simon Sittig (Theseus) und Detlef Wilkening (Achilles) erbrachten, mit anhaltendem Beifall honoriert. Sie hätten eine größere Zuschauerkulisse verdient gehabt.

„Cantabile“ ist die nächste Veranstaltung in „Pius am Mittwoch“ am 27. September im Pfarrheim an der Ahornstraße überschrieben. Dargeboten werden dann Werke von Niccolo Paganini, Wolfgang Amadeus Mozart, Georg Franz Kreisler, Sergei Prokofieff, Jules Massenet und Edward Elgar. Ausführende werden Myriam Audin (Violine) und Adeline de Lange (Klavier) sein.

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