Alsdorf - Dank der Bürger für einen langen Atem

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Dank der Bürger für einen langen Atem

Von: Holger Bubel
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Ehrung: Bürgermeister Alfred Sonders (r.) sprach Dank für die Ratsarbeit aus. „Dinosaurier“ Hotte Heidenreich (M.) ist seit 30 Jahren dabei. Foto: Holger Bubel
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Haben ihre Arbeit im Rat der Stadt Alsdorf nach der Kommunalwahl im Mai beendet. Mancher aus Altersgründen, andere, weil das Wahlergebnis die Entscheidung übernahm. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Das Jahresende ist die Zeit des Zusammenrückens, der Versöhnung, des Rückblicks – und auch des Dankes. Bei der letzten Ratssitzung im Jahr 2014 nutzte Bürgermeister Alfred Sonders das Zusammenkommen der Alsdorfer Abgeordneten, um Danke zu sagen, ausscheidenden Mitgliedern und Jubilaren.

„Wenn du schnell gehen willst, gehe alleine. Wenn du weit gehen willst, gehe mit anderen“, eröffnete Sonders seine Dankesrede im Namen der Alsdorfer Bürgerschaft mit einem afrikanischen Sprichwort. „Wie ich finde“, erklärte Sonders, „charakterisiert diese Weisheit die Arbeit unserer Stadtverordneten, für die man einen langen Atem braucht. Oft sieht man die Ergebnisse von Beschlüssen, die der Rat fasst, nämlich erst viel später.“

Manche der ausgeschiedenen Ratsmitglieder hatten fünf Jahre, andere, wie Karl-Heinz Robert sogar 25 Jahre in verschiedenen politischen Schwerpunkten die Geschicke der Stadt mit gelenkt.

Mehr Ruhe und Zeit verdient

Mit einem Präsent verabschiedete der Bürgermeister Frank Breuer, Mattias Feilen, Guido Gebauer, Hans Goerenz, Jenni Hammer, Hubert Hennes, Christina Hermanns, Hartmut Knippschild, Norbert Koerlings, Wolfgang Luesgens, Karl-Heinz Robert, Metin Sak, Beatrix Schongen, Andreas Weber und Gerda Wienold.

„Sie alle haben sich etwas mehr Ruhe und Zeit verdient. Nutzen Sie sie“, sagte Bürgermeister Alfred Sonders, bevor er die langjährigen Ratsmitglieder ehrte. Unter ihnen waren auch Franz Brandt (CDU), Heinrich Liska (FDP), Norbert Koerlings (ABU) und Wolfgang Luesgens (Reps), die 15 Jahre lang als Stadtverordnete für Alsdorf im Einsatz waren.

20 Jahre lang Ratsarbeit leisteten Heinrich Plum (SPD), derzeit stellvertretender Bürgermeister, und Ulrike Wagner (CDU). „Sie beide sind Persönlichkeiten, die sich in ihrem Tätigkeitsfeld mit ganzer Kraft einsetzen“, lobte Sonders. Dass Heinrich Plum viel Zeit als Vorsitzender des Partnerschaftskomitees investiere, hob Sonders noch einmal deutlich hervor.

Als besonders engagierte Ratsherrin habe Ulrike Wagner „mit ganzem Herzen, großem Einsatz und ausgeprägter Fachkundigkeit“ seit nunmehr 15 Jahren im Ausschuss für Schulen, Sport und Kultur den Vorsitze inne gehabt.

Als Urgesteine in der Alsdorfer Politik würdigte der Bürgermeister die Silberjubilare im Rat, Friedhelm Krämer und Karl-Heinz Robert: „Ihr seid beide zutiefst mit der Alsdorfer SPD verbunden. Sozialdemokratische Politik für die Alsdorfer zu machen, ist euch eine Herzensangelegenheit“, dankte der Verwaltungschef seinen Parteigenossen und hob deren ausgewogene und sachliche Arbeit auf vielen politischen Gebieten in den vergangenen 25 Jahren hervor, bei Karl-Heinz Robert ganz besonders im Jugendbereich.

Sind die beiden vorgenannten die Urgesteine des Rates, ging Sonders bei der Ehrung des seit 30 Jahren im Rat vertretenen Horst-Dieter (Hotte) Heidenreich einen Schritt weiter und dankte dem „Dinosaurier“ für seine Arbeit. „Noch“, lieber Alfred, „bin ich aber nicht ausgestorben“, knüpfte Hotte Heidenreich an seine oft kontroversen Ansichten als Grüner Politiker im Rat an. „Beharrlichkeit ist eine deiner Stärken“, bestätigte dann auch Sonders in seiner Laudatio auf den Fraktionsvorsitzenden und erinnerte: „Freunde von dir schmunzelten früher gerne und sagten: Der Hotte hat wieder den Kampfanzug an. Der geht ins Rathaus.“ Das sei auch heute noch so, auch „wenn die langjährige Arbeit hier dich sicher etwas milder gestimmt hat“.

Mit einem kleinen Umtrunk endete das Ratsjahr 2015.

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