Dachser erweitert den Standort Alsdorf

Von: Karl Stüber
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Auf Erfolgskurs: Zum wiederholten Male ist der Niederlassungsleiter von Dachser in Alsdorf, Karl-Heinz Bremen, mit der Erweiterung des Standortes befasst. Foto: Karl Stüber
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Bereits im Juli soll das im Bau befindliche Umschlaglager und Foodwarehouse (Lager- und Umschlaghaus für Lebensmittel) in Betrieb genommen werden. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Am „Dachser-Kreisel“ im Zuge der Hoengener Straße (L 47) Richtung Autobahn 44 am Stadtrand von Alsdorf wird kräftig gebaut. Das Gewerbegebiet Schaufenberg „läuft voll“. Gleich 25.000 Quadratmeter der Restfläche nimmt das Dachser Logistikzentrum Rhein-Maas in Anspruch, um sich weiter auszudehnen. Denn die Branche boomt.

Dabei heizen nicht nur Online-Bestellungen von Privatkunden die Nachfrage nach schneller und zuverlässiger Zustellung von Warensendungen an, die in hochmodern gesteuerten Lagern individuell zusammengestellt werden. Firmen, ja ganze Ketten und Konzerne wollen ihre Warenbewegungen flott, bedarfsgerecht, kostengünstig und bei Lebensmitteln frisch und ohne Unterbrechung der Kühlkette für ihre Filialen erledigt wissen.

Dieses Anforderungsprofil passt zum Stückgut-Spezialisten Dachser (siehe Info). Davon profitiert dessen Logistikzentrum Rhein-Maas in Alsdorf, das nun um ein neues Umschlaglager und Foodwarehouse (Lebensmittellager) für Waren „im plusgradigen Bereich“ (2 bis 7 Grad) mit einer Fläche von 6800 Quadratmetern erweitert wird. Auf dem Dach des neuen Gebäudes wird eine Photovoltaikanlage montiert.

Der so erzeugte Strom wird direkt in der Dachser-Niederlassung verbraucht. Hinzu kommen Außenanlagen für die anfahrenden Transportfahrzeuge. Dazu gehört unter anderem eine Tankstelle. Dachser investiert 12,5 Millionen Euro. Im November wurde mit den Erdarbeiten begonnen. Nun sind bereits Betonteile des Hallenskeletts und weitere Gebäudeteile erkennbar. Der Zeitplan ist ehrgeizig. Im Juli soll die neue Anlage in Betrieb genommen werden.

Dachser-Niederlassungsleiter Karl-Heinz Bremen ist seit dem Jahre 2000 am Standort Alsdorf.

Erweiterung im laufenden Betrieb

Seinerzeit war die bestehende Anlage in einem ersten Schritt für rund 4,5 Millionen Euro durch das Lebensmittellager für „den plusgradigen Bereich“ ergänzt worden, das derzeit noch genutzt wird, aber nun zu klein geworden ist. Nach Fertigstellung der Erweiterung jenseits der Landstraße Mitte nächsten Jahres wird dieses Lebensmittellager mit Regalen ausgestattet und für den Umschlag von Industriegütern genutzt, sagt der 59-Jährige, der reichlich Erfahrung mit Erweiterungsarbeiten im laufenden Betrieb hat.

Im Jahre 2011 war der Standort Alsdorf ein zweites Mal und da erheblich ausgebaut worden. 14,5 Millionen Euro wurden im Bereich zwischen L 14 und Max-Planck-Straße investiert. Vor gut fünf Jahren wurde das Betriebsgelände (60.000 Quadratmeter) um gut 45.000 Quadratmeter erweitert. Dabei entstanden unter anderem ein hochmodernes Verwaltungsgebäude und eine 5300 Quadratmeter große Umschlaghalle.

Auf einem neu gestalteten Unternehmerparkplatz stellen seitdem die Fahrer der Vertragsspeditionen ihre Privatfahrzeuge ab und steigen in ihre Lastwagen ein. Neue Sozialräume kamen hinzu. „Wir werden hier keinen Stillstand haben“, sagte damals Bremen im Gespräch mit unserer Zeitung. Er hat recht behalten.

Im Zug der nun laufenden dritten Ausbaustufe wird auch am „Altstandort“ gebuddelt. Der Bereitstellungsbereich der Fahrzeuge wird erweitert, die von dort via Kreisverkehr zur neuen Anlage beordert werden. Dafür wird eine derzeit noch mit Gras bedeckte Fläche gegenüber dem Verwaltungstrakt befestigt. „Durch den Neubau und die Renovierungsmaßnahmen an der bestehenden Anlage vergrößern wir unsere temperaturgeführten Lagerflächen für Lebensmittel in Alsdorf um rund 40 Prozent“, sagt Karl-Heinz Bremen.

„Unsere Kunden fragen neben der Kommissionierung immer stärker Konfektionierung, Verpackung und Displaybau nach. Diese Zusatzleistungen können wir mit den neuen Kapazitäten weiter ausbauen.“ Stößt Dachser danach am Standort Alsdorf auf Grenzen des Ausbaus, da das Gewerbegebiet Schaufenberg in Nachbarschaft von Dachser wegen widriger Bodenverhältnisse auf Nachbarflächen wohl kaum noch erweitert werden kann?

Laut Bremen stehen noch kleinere Flächen auf dem weitläufigen Firmengelände zur Verfügung. „Mindestens für die nächsten zehn bis 15 Jahre ist Dachser am Standtort Alsdorf für die Anforderungen des Marktes gerüstet“, sagt Bremen. Und wenn dann erneut eine Erweiterung anstehen würde, könne optional eine ergänzende Dependance im engeren Umfeld in Erwägung gezogen werden, sagt Bremen.

Mit der jetzt laufenden Erweiterung werden wohl 20 bis 25 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, je nach Auftragsentwicklung. Nur mit gut ausgebildeten und motivierten Menschen funktioniert das System, betont der Niederlassungsleiter: „Wir kümmern uns um ihre Work-Life-Balance.“ (Ausgewogenheit von Berufs- und Privatleben, d. Red.). Ein Beispiel: Der Führungsnachwuchs aus Alsdorf wird in einem internen Weiterbildungsinstitut in Köln geschult.

Dachser kümmert sich um Fachnachwuchs. Dazu gehören die Berufsfelder Logistikdienstleistungen, Lagerlogistik und Handelsfachpacker. Zudem werden im zweiten Jahre Berufskraftfahrer ausgebildet. Bremen spricht hier von Mangel an Fachkräften. Früher habe die Bundeswehr im Rahmen der Wehrpflicht viel getan. Das sei weggefallen. Nun ist das Unternehmen selbst aktiv: Der theoretische Teil der dualen Ausbildung findet bei Dachser statt, der praktische obliegt den Vertragsspediteuren, sagt er.

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