Bastian Bielendorfer tritt im Fördermaschinenhaus in Alsdorf auf

Comedian Bastian Bielendorfer denkt über Ernst des Lebens nach

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Bastian Bielendorfer
„Pädagogisch schmerzvoll“: Bastian Bielendorfer. Foto: Guido Engels

Alsdorf. Urkomisch, schräg und garantiert mit dem Prädikat „Pädagogisch schmerzvoll“ versehen, so präsentiert Bastian Bielendorfer am Donnerstag, 7. Dezember, ab 20 Uhr im Fördermaschinenhaus des Energeticon, Konrad-Adenauer-Allee 7, sein Live-Programm „Das Leben ist kein Pausenhof!“

Deutschlands wohl bekanntestes Lehrerkind entführt sein Publikum in seine Kindheit, seine Entwicklungsjahre und in die verquere Welt eines Mittdreißigers, für den es immer nur zu einer Teilnehmerurkunde gereicht hat und der jetzt an der Klippe zum Absprung ins Leben steht, in dem plötzlich Steuererklärungen, Partnervermittlungen und Flurputzpläne auf ihn warten.

Zum Brüllen komisch erzählt Bielendorfer von seinem Leben in der Generation Nix, halbtägigen Praktika bei Poco Domäne und lässt hinter die Kulissen eines Elternhauses schauen, in dem man beim Mittagessen Verben konjugiert und sich Fragen stellt wie: „Ist der jetzt wirklich zu dumm oder einfach gar nicht unser Sohn? Und wie ist der hier überhaupt reingekommen?“

Mutter Lehrerin auf der Grundschule, Vater Pauker auf dem Gymnasium und der Onkel im Direktorensessel. Und das alles auch noch in Gelsenkirchen, dem Florenz des Ruhrgebiets mit dem Charme einer verschimmelten Butterbrotdose und einem Zentralbad, das selbst Erich Honecker in die Depression gestürzt hätte. So lässt sich die Kindheit von Bastian Bielendorfer zusammenfassen.

Legendärer Auftritt bei Jauch

Ein legendärer Auftritt bei Günther Jauchs „Wer wird Millionär?“, bei dem Bielendorfers Vater als Telefonjoker in 30 Sekunden alle Klischees erfüllte, die den besserwisserischen Pädagogen dieser Welt so anhaften, hievte das Lehrerkind über Nacht in die Autoren-Riege und sein gleichnamiges, ultrawitziges Erstlingswerk gleich auf Platz eins der Bestsellerlisten.

Spätestens seit seinen unzähligen Vortragsreisen durch die Republik wuchs in ihm die Erkenntnis: Ich bin nicht allein! Überall gibt es Generationen von Leidensgenossen, die auch unter der Herrschaft des Rotstifts aufgewachsen sind.

Und überall gibt es Eltern, die an den dilettantischen Versuchen ihrer Sprösslinge verzweifeln, endlich erwachsen zu werden – mit 30. Aber was ist, wenn die Schule wirklich vorbei ist? Dann wartet die wahre Berufung, der Ernst des Lebens. Und gerade Bastian Bielendorfer weiß: „Das Leben ist kein Pausenhof!“ Irgendwo zwischen Studium, pseudoselbstständiger Existenz und Mutters Anrufen lauert auf ihn der Wahnsinn der Gegenwart – und die ist auch nicht besser als Vaters demütigender Korrektur-Terror.

Tickets sind im Medienhaus Aachen, Dresdener Straße 3, und beim Kundenservice des Medienhauses, im Elisenbrunnen, Friedrich-Wilhelm-Platz 2, Aachen, erhältlich.

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