Claudia Beaujean: Mit Kampfsport-Dress zur Taekwondo-WM

Von: Stefan Schaum
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Nordkreis. Ein Ortswechsel. Mal wieder. Koffer packen, Bücher verstauen - Claudia Beaujean kennt das schon. Die 23-jährige Würselenerin hat bereits viele Länder und Städte gesehn. Sie hat in New York studiert und tut es aktuell in Maastricht. Ihr „International Business”-Studiengang führt sie in wenigen Tagen für fünf Monate ins schweizerische Lausanne.

Was sie dafür unbedingt noch einpacken muss: ihren Kampfsport-Anzug.

Den will sie auch während ihres Semesters in der Schweiz so oft anziehen, wie es nur geht. Denn abseits des Lernpensums an der Uni („Das Studium hat es wirklich in sich, das ist schon ganz schön hart”) wartet das Training im Fitnesscentrum und auf der Sportmatte.

Nach geeigneten Studios hat sie sich in Lausanne bereits umgesehen. Denn sie ist nicht bloß eine begeisterte Taekwondo-Sportlerin, sie ist eine überaus erfolgreiche. So gehört sie seit Jahren zur Deutschen Nationalmannschaft in der Disziplin „Poomsae”. Die umfasst die choreographierte Präsentation der einzelnen Kampfsport-Techniken. Solo und im Synchron-Lauf tritt Claudia Beaujean an.

2006 hat sie bereits eine Bronzemedaille bei einer Weltmeisterschaft geholt, es folgten etliche Deutsche- und Europa-Meistertitel. Eine schöne Belohnung, schließlich trainiert sie bereits seit ihrem siebten Lebensjahr. Und feilt sie mal nicht an den eigenen Techniken, trainiert sie den Nachwuchs. Die Sportlerin der DJK Armada Euchen-Würselen bringt auch Kindern im Alsdorfer Musado-Kampfsportverein die koreanische Selbstverteidigung bei.

Dass die nächsten Wochen und Monate richtig stressig werden, weiß sie. „Aber ich freu´ mich drauf.” Denn sie möchte an die Erfolge aus dem vergangenen Jahr - zwei Bronze-Medaillen bei der Studenten-WM und ebenfalls zwei dritte Plätze bei der Weltmeisterschaft in Usbekistan - anknüpfen. Bereits im Mai steht die Europa-Meisterschaft in Genua an, im Juli wartet die WM in Vladiwostok und im August die „Universiade” - eine Art Olympiade für Studenten - im chinesischen Shenzen.

Teilnehmen werde sie wohl an allen drei Turnieren, sagt sie und blickt zuversichtlich auf ihren vollen Terminkalender. Also heißt es in diesem Jahr noch des öfteren: Koffer packen. Der Platz für den Kampfsport-Dress ist dabei jedes Mal fest reserviert.
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