Circus gibt Sondervorstellung für die Alsdorfer Kitas

Von: dag
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Begeisterung bei den Kindern der Alsdorfer Kitas: Vorsichtig streicheln sie die Haut einer von einem Artisten des am Annapark gastierenden Circus Hansa hingehaltenen Schlange. Fotos. Dagmar Meyer-Roeger Foto: Dagmar Meyer-Roeger
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Wagemutig: Nedim Vorsitzender Franz-Peter Schleibach muss als Zielobjekt eines Messerwerfers herhalten. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Alsdorf. Wenn jemand in Not ist, hilft „Nedim – Alsdorfer Hilfe für Menschen“ immer wieder gerne. Jüngst war es der Circus Hansa, dem der Verein mit einer spontanen Aktion unter die Arme griff. Der Verein spendierte allen Kindergartenkindern in Alsdorf eine Vorstellung.

Dieser Circus gastiert seit dem 15. Juni am alten Güterbahnhof am Annapark. Außer Artisten gehören auch noch vier Kamele, sechs Lamas und 15 Pferde, einige Esel und Maultiere sowie ein paar Ziegen und Schlangen zum Circus. Infolge der hochsommerlichen Temperaturen besuchten so gut wie keine Besucher die Vorstellungen.

„Am vergangenen Freitag sollen es laut Aussage der Circus-Direktion nur vier Besucher mit Ermäßigungs- beziehungsweise Freikarten gewesen sein“, erzählte Nedim-Kassierer Paul Haaren. Schnell sei man sich im geschäftsführenden Vorstand darüber einig gewesen, fuhr Paul Haaren fort, „da müssen wir helfen“. Und so kam es zu der spontanen Aktion, dass der Circus eine Vorstellung für die Alsdorfer Kitas gab, die „Nedim“ schließlich sponserte.

Dies freute nicht nur die Hansa- Circus-Crew, sondern es erfreute auch Mädchen und Jungen der Kellersberger Kita Herz-Jesu, der Kita des evangelischen Familienzentrums Alsdorf-Mitte und der Kita Mariä-Heimsuchung aus Schaufenberg, die in Begleitung einiger Erwachsener unerwartet in den spontanen Genuss eines Circus-Besuchs kamen.

Bevor es hieß „Manege frei“ überreichte Nedim-Vorsitzender Franz-Peter Schleibach dem Circus-Moderator Nico eine Spende von 800 Euro, außerdem noch weitere 100 Euro, die Nedim-Besucher spontan gespendet haben, als sie von der Not des Circus Hansa hörten.

Die Circus-Besucher waren allesamt begeistert. Ihre Augen leuchteten. Es waren staunende Ooohs und Aaahs zu hören sowie vor allem fröhliches Kinderlachen. Interessiert beobachteten Klein und Groß, wie Ziegen über einen Balken balancierten, Esel wippten und Pferde sprangen. Immer wieder wurde das Publikum mit einbezogen.

Komplettiert wurde das etwa einstündige Programm durch das Nico locker-flockig führte, von einem Clown, einem Jongleur und auch einem Messerwerfer. Hier musste Franz-Peter Schleibach assistieren. Auf die Frage, ob er Angst habe, meinte er, er habe die Hosen gestrichen voll.

Dicht an ihm vorbei flogen kurz darauf dann die Messer und blieben im Brett stecken. Freudig nutzten die Kids die Gelegenheit, eine Schlange, mit der der Dompteur rundging, streicheln zu dürfen.

Von Alsdorf in die Sommerpause

Von Alsdorf aus geht es in die Sommerpause. Denn es dürfte ganz schön heiß werden, so der Juniorchef Juliano Bügler, „und dann können wir unseren Tieren nicht zumuten, so lange zu arbeiten“. Quartier bezieht der Hansa Circus auf einem Gelände hinter Heinsberg. Doch gar nichts machen, das gehe allerdings nicht, das könne man sich nicht leisten, denn die Kosten laufen weiter, führte der Junior-Circus-Direktor aus. „In dieser Zeit machen wir Galas.“ Das bedeute, wenn jemand bei einem Geburtstag oder auch einem anderen Fest beispielsweise einen Clown oder Feuerschlucker brauche, sei man zur Stelle.

Seit vielen Jahren widmet sich „Nedim“ bereits der karitativen und sozialen Hilfe für Menschen. Unter anderem engagiert sich der Verein in Rumänien, im Kosovo, in Bosnien sowie in Alsdorf und Umgebung.

Freitags von 16 Uhr bis 18 Uhr können Interessierte die internen Hausflohmärkte in den „Nedim“-Räumen „Am alten Güterbahnhof“ (Annapark Alsdorf) besuchen. Abgeben und Kaufen – beides ist möglich und trägt dazu bei, „Nedim“-Projekte und -Ziele zu realisieren.

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