Cinram: Wogen sind geglättet, Dialog läuft

Von: -ks-
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Die Geschäftsführung und IGBCE haben ihren Streit beigelegt. Foto: Verena Müller/Karl Stüber

Alsdorf. War die IGBCE zuletzt auf Konfrontationskurs zur Geschäftsführung der Alsdorfer Firma Cinram gegangen, haben sich mittlerweile die Wogen wieder geglättet. Dies bestätigten IGBCE-Gewerkschaftssekretär Jörg Erkens und Cinram-Geschäftsführer Klaus Schramm gegenüber unserer Zeitung.

Beide Seiten haben unter Beteiligung des Betriebsrates miteinander gesprochen. Auslöser für die Auseinandersetzung war die drohende Zahlungsfähigkeit, nachdem der größte Kunde dieses Herstellers von CDs, DVDs und Blu-rays, Universal Pictures, mitgeteilt hatte, den noch bis Ende Juni laufenden Vertrag nicht zu verlängern. Das Unternehmen hatte deshalb beim Amtsgericht Aachen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Das Verfahren könnte schon am 1. Juli eröffnet werden.

Die IGBCE hatte in einem Flugblatt beklagt, das Unternehmen halte die Mitarbeiter hin und lasse sie über ihr weiteres Schicksal im Unklaren. Die Gewerkschaft hatte sogar mit Arbeitskampfmaßnahmen gedroht, um endlich Auskunft zu erhalten.

Geschäftsführer Schramm zeigte Verständnis für die Verunsicherung der rund 1000 Beschäftigten. Er hatte aber entgegengehalten, dass sich die Unternehmensleitung derzeit darauf konzentriere, neue Partner und Auftraggeber zu finden, um den Standort und möglichst viele Arbeitsplätze zu halten. Informationsgespräche mit der Belegschaft würden am Donnerstag beginnen und sich nach Bereichen bis in die nächste Woche erstrecken.

„Die Kommunikationsprobleme sind aus dem Weg geräumt“, sagte Schramm. Mit Betriebsrat und IGBCE tausche man sich nun regelmäßig aus, um Cinram voranzubringen. Arbeitskampfmaßnahmen seien vom Tisch. Gemeinsam wünschten sich Geschäftsführung und IGBCE, dass die Kunden diese Bestrebungen unterstützen.

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