Cinram: Minions erhalten Arbeitsplätze

Von: Karl Stüber
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Werksbesichtigung der besonderen Art: Das Trio Bob, Stuart und Kevin – besser bekannt als „Minions“ – machte jetzt Cinram in Alsdorf unsicher. In dieser „Hightech-Schmiede“ für CD, DVD und Blu-ray wurden 5,1 Millionen Exemplare des erfolgreichen Animationsfilms hergestellt und in mehrere Länder verschickt. Foto: Verena Müller
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Werksbesichtigung der besonderen Art: Das Trio Bob, Stuart und Kevin – besser bekannt als „Minions“ – machte jetzt Cinram in Alsdorf unsicher. In dieser „Hightech-Schmiede“ für CD, DVD und Blu-ray wurden 5,1 Millionen Exemplare des erfolgreichen Animationsfilms hergestellt und in mehrere Länder verschickt. Foto: Verena Müller
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Werksbesichtigung der besonderen Art: Das Trio Bob, Stuart und Kevin – besser bekannt als „Minions“ – machte jetzt Cinram in Alsdorf unsicher. In dieser „Hightech-Schmiede“ für CD, DVD und Blu-ray wurden 2,1 Millionen Exemplare des erfolgreichen Animationsfilms hergestellt und in mehrere Länder Foto: Verena Müller
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Werksbesichtigung der besonderen Art: Das Trio Bob, Stuart und Kevin – besser bekannt als „Minions“ – machten jetzt Cinram in Alsdorf unsicher. In dieser „Hightech-Schmiede“ für CD, DVD und Blu-ray wurden 2,1 Millionen Exemplare des erfolgreichen Animationsfilms hergestellt und in mehrere Länder Foto: Verena Müller

Alsdorf. Es gibt sie wirklich, die Minions! Sie sind keineswegs nur Figuren des gleichnamigen Animationsfilms oder fristen als Stoffpuppen in Kinderzimmern zwischen Teddys ihr Dasein. Jetzt trieben sie ihr Unwesen in Alsdorf und brachten bei Cinram Produktion und Kantine ein wenig durcheinander.

Und sie sind entgegen anders lautender Gerüchte als Lakaien und Gehilfen immer noch auf der Suche nach dem einen großen Schurken, dem sie bei seinen Gemeinheiten helfen können – natürlich stets in typischer Minion-Art und unterm Strich eher lustig als wirklich kriminell.

Ware für mehrere Länder

Bob, Stuart und Kevin tanzten mit den Cinram-Mitarbeitern, trieben ihre Späße und produzierten unterm Strich jede Menge gute Laune für die Belegschaft – blieben aber recht wortkarg, wie im „echten“ Animationsfilm. Die kleinen gelben Kerlchen, die aussehen wie übergewichtige Monteure mit überdimensionierten Schutzbrillen, machten bei ihrer „Animationstour“ aus gutem Grund bei dem Alsdorfer Hersteller von CD, DVD und Blu-ray Station, hat doch das Unternehmen nach dem riesigen Kinoerfolg zum Verkaufsstart der schillernden Filmscheiben im November 2,1 Millionen Stück produziert und verpackt.

Aufgrund der hohen Nachfrage wurden zwischenzeitlich rund 3 Millionen Stück nachproduziert, liegt die Marke also bereits bei 5,1 Millionen. Kleinere Mengen dürften noch folgen. Dazu kamen etliche Paletten mit speziell hergerichtetem Verkaufsmaterial, um die Silberlinge in den jeweiligen Verkaufsräumen präsentieren zu können. Die Ware ging von Alsdorf an Händler in Deutschland, Österreich, Italien, die Benelux-Staaten und die Schweiz. Die Minions, laut Drehbuch eher der dunklen Seite von Geschäftemachern verbunden, tragen durch ihre Beliebtheit in der hellen Arbeitswelt zur Sicherung von Stellen und zum Erhalt des Standorts Cinram in Alsdorf bei.

Dank an die Mitarbeiter

Geschäftsführer Dieter Lubberich holte das knuddelige Trio, das ansonsten verkaufsfördernd durch Märkte tourt, nach Alsdorf, „als Dank an die Menschen, die oft unbemerkt am Erfolg einer solchen Produktion beitragen“.

Der Auftrag von Universal Pictures Germany ist aber nicht nur ein Prestigeerfolg, sondern ein Vorzeigeprojekt und ein gutes Argument für weitere Aufträge für den Alsdorfer Standort, an dem seit 40 Jahren Ton- und dann Bildträger „gepresst“ werden. Streaming und andere Dienste via Internet setzen allerdings den Herstellern von „physikalischen Ton- und Bildträgern“ arg zu.

Aber es gibt auch Gegenbewegung – wie etwa seitens der Sängerin Adele. Diesen Superstar der Musikszene hat Lubberich allerdings noch nicht nach Alsdorf zum Besuch von Cinram eingeladen. Obgleich auch diese Künstlerin durch ihre Vermarktungsstrategie generell zur Stabilisierung der Nachfrage nach Silberlingen beiträgt. Adele hat nach längerer Pause das Album „25“ herausgebracht und phänomenale Verkaufsrekorde erzielt. Das liegt nur zum Teil an den Songs und der Qualität ihrer Stimme.

Sie hat dank ihrer „Marktposition“ dafür gesorgt, dass die Stücke erst einmal Streaming-Nutzern vorenthalten werden. Wer die Songs hören will, muss also zur Scheibe greifen. Ein Trend, dem andere Künstler folgen? Eine neue Zweckgemeinschaft von Künstlern und Herstellern wie Cinram? Laut Geschäftsführer Lubberich hat Cinram Alsdorf zwar nicht die aktuelle Scheibe von Adele produziert, ist aber anteilig via Distribution, also Verteilung, an diesem Erfolg beteiligt. „Adele ist nicht die einzige, die so vorgeht“, sagt Lubberich. In Reihen der Rechteinhaber werde dies diskutiert, aber eben auch unterschiedlich gehandhabt.

„Das Jahr 2015 ist für uns deutlich besser gelaufen, als wir veranschlagt hatten“, betont Lubberich. Am Ende des Jahres werden bei Cinram Alsdorf rund 150 Millionen DVDs und Blu-rays sowie etwa 50 Millionen CDs produziert worden sein. Das hat mit großen Erfolgen von Film- und Musikproduktionen am Markt zu tun. So landete Cinram-Auftraggeber Warner Music mit der Formation „Coldplay“ einen Riesenhit.

Lubberich ist zuversichtlich, auch im Jahre 2016 den Erfolgskurs fortsetzen zu können. Je nach Auftragslage schwankte die Zahl der Arbeitsverhältnisse bei Cinram zwischen 900 und 1200 Beschäftigten – natürlich mit der Spitze zum Weihnachtsgeschäft. Im nächsten Jahr rechnet der Geschäftsführer mit bis zu 50 zusätzlichen Arbeitsplätzen.

Dabei ist die Produktion von Ton- und Bildträgern aber nur ein Standbein. Immer wichtiger wird die Bereitstellung von Logistikleistungen – also der Wareneinlagerung und die Aufbereitung zum Versand. Und dies hochflexibel und zeitnah in modernen Hochregallagern.

„Es hat sich gezeigt, dass die strategische Ausrichtung des Unternehmens in der Distribution neue Kunden bringt“, betont Lubberich. „Diesen Wege werden wir konsequent weitergehen, ohne die Produktion zu vernachlässigen.“

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