Cinram-Konzernchef kommt: Brown aus Toronto zu Gast Alsdorf

Von: Karl Stüber
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Alsdorf. Jetzt wird der Boss aus dem kanadischen Toronto eingeflogen und kümmert sich direkt um Cinram Alsdorf. Konzernchef Steve Brown will am Mittwoch ab 10.30 Uhr die Belegschaft des Herstellers von CD, DVD und Bluray über die Lage informieren.

Und wahrscheinlich deutlich machen, warum sich die Beschäftigten besser auf ein jährliches Sparvolumen von rund sechs Millionen Euro einlassen sollten, um den Standort für den Wettbewerb fit machen zu können.

Brown hat sich hierfür rund eineinhalb Stunden Zeit genommen. Zuletzt waren die Verhandlungen hierüber durch die IGBCE abgebrochen worden. Die Arbeitnehmervertreter hatten 4,1 Millionen Euro Einsparung als Entgegenkommen signalisiert. Dann war die Schmerzgrenze für die organisierte Belegschaft erreicht. Der private US-Investor Najafi Companies hat Cinram übernommen (wir berichteten).

Die Geschäftsführung hat die jetzt anstehende Versammlung anberaumt. Der Verkaufsdirektor für den Standort Alsdorf, Cappi Frenger, bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung den geplanten Auftritt des Konzern-Obersten. Er trat aber entschieden der Befürchtung entgegen, bei Cinram gehe es aktuell um die Zahlungsunfähigkeit. Frenger: „Wir reden nicht über Insolvenzverschleppung und auch nicht über Insolvenz!” Allerdings bekräftigte er, wenn „bestimmte Maßnahmen nicht erfolgen”, könnte die Insolvenz erfolgen. Gewerkschafter sehen diese Gefahr im nächsten Jahr.

Am Montag saßen Arbeitnehmervertreter mit dem Alsdorfer Cinram-Geschäftsführer Klaus Schramm zusammen. Formal ging es da um den noch geltenden Sozialplan, der vor gut zwei Jahren vereinbart worden war und dessen Umsetzung der Geschäftsführung zwischenzeitlich zu teuer geworden ist.

IGBCE-Bezirksleiter Manfred Maresch sagte auf Nachfrage, dass nach Abbruch der Verhandlungen über das ursprünglich 7,5 Millionen Euro schwere Sparpaket, das die Geschäftsführung auf den Tisch gelegt hatte, Schramm sich bei der IGBCE nicht noch einmal gemeldet habe.

Bleibt abzuwarten, ob die Gespräche wieder aufgenommen werden, wenn Steve Brown wieder abgehoben hat - auf dem Weg zurück nach Toronto.
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