Alsdorf - Cinram: Gewerkschaft besteht auf einem Gesamtkonzept

Cinram: Gewerkschaft besteht auf einem Gesamtkonzept

Von: Karl Stüber
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Cinram: Für die IGBCE steht vor Verhandlungen über Lohnverzicht die Investorenfrage. Foto: Stüber

Alsdorf. Die Situation bei Cinram spitzt sich zu. Nach Ende der zweiten Verhandlungsrunde über den Haustarif des Herstellers von DVD, CD und Blu-ray und von der Unternehmensleitung angestrebte drastische weitere Einsparungen erklärte der Bezirksleiter der IGBCE-Manfred Maresch: „Es wurde schnell deutlich, dass es aufgrund der nicht geklärten Investorenfrage schwierig ist, die Gespräche fortzuführen.”

Ob der am 19. Juni geplante dritte Verhandlungstermin stattfindet, ist im Moment noch völlig offen. Entsprechend wurde die rund 1000 Festangestellte zählende Belegschaft durch die Gewerkschaft per Flugblattaktion am Freitag informiert.

Die ursprünglich angedachte Urabstimmung der Gewerkschaftsmitglieder über das Verhandlungsergebnis steht folglich erst recht in den Sternen. Seitens der Geschäftsführung ist demnach in den Verhandlungen klar geworden, dass sie weiterhin an dem Einsparvolumen von 7,5 Millionen Euro bei den Personalkosten festhält. Dies hatte Geschäftsführer Klaus Schramm zwischenzeitlich gegenüber den Mitarbeitern in verschiedenen Informationsveranstaltungen innerhalb des Betriebes nochmals deutlich gemacht.

„Aufgrund dieser Sachlage haben wir die beabsichtigte Mitgliederversammlung vorerst abgesagt. Selbst wenn der Verhandlungstermin am 19. Juni stattfinden sollte, sind wir noch nicht so weit, dass wir einen Zwischenstand geben könnten”, sagte Maresch seitens der IGBCE-Tarifkommission. „Wenn wir in den Verhandlungen weiter sind, werden wir wieder zu einer Versammlung einladen.”

Am Ende der zweiten Tarifverhandlung hat die IGBCE der Geschäftsführung die eigene Position noch einmal mitgeteilt. Diese lautet: Verhandlungen über die Einsparungen bei den tariflichen Leistungen werden erst wieder aufgenommen, wenn die Frage des Investors geklärt ist. Zudem fordert die Gewerkschaft das Unternehmen auf, ein Gesamtkonzept zu erstellen, das zusätzliche Einsparungen ermöglicht, um Spielräume bei den Einsparungen der Personalkosten zu bekommen.

„Bei Fortführung der Verhandlungen”, so Maresch weiter, „ist die IGBCE bereit, über Einschränkungen im Tarifbereich zu verhandeln.” Die möglichen Themen aus Sicht der Arbeitnehmervertreter sind Arbeitszeit, Urlaubsgeld, Jahressonderzahlung und Demografiefonds.

„Auch eine Regelung zu Entgelterhöhungen erscheint uns möglich. Einen Eingriff in die laufenden monatlichen Einkommen lehnen wir ab”, bekräftigte Maresch.
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