Christoph Brüske ist fasziniert von Baesweilers Schönheit

Von: mas
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Spitzzüngig: Kabarettist Christoph Brüske. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Kabarettist Christoph Brüske fährt voll auf Baesweiler ab. Der Neue Markt in Setterich gefällt dem Kölner derart gut, dass er ihn beim jüngsten Auftritt in der Burg Baesweiler mit dem Potsdamer Platz in Berlin verglich. 200 Zuschauer applaudierten bereits, als sich der professionelle Spaßmacher selbst ankündigte: „Ich bin ein unehelicher Sohn von Bürgermeister Willi Linkens!“

Wenig später schickte er eine feine Pointe nach: „Hier in Baesweiler gibt es ja mehr 30er-Zonen als SPD-Wähler.“ Nicht nur mit Blick aufs eingebrachte Lokalkolorit gefiel das Brüske-Programm „Alles im Griff“ dem Publikum in jeder Hinsicht. Brüske hat sich selbst in die Kategorie Kabarettist und Moderator eingereiht und behauptet von sich, in keine Schublade zu passen. So ist es, da wird eher ein Schrank mit ganz vielen Schubladen draus.

Der gebürtige Troisdorfer – er feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag – hatte ein sehr vielseitiges Programm mitgebracht. So bewies er unter anderem, dass er auch ein profunder Fußballfachmann ist. „Uli Hoeneß, ehemaliger FC-Bayern-Präsident, ist für 28 Millionen Euro vom FC Bayern für dreieinhalb Jahre zum JV Landsberg gewechselt.“ Gemessen an dieser Strafe müsste FIFA-Präsident und „Schmierenkomödiant Sepp Blatter für sein korruptes Verhalten lebenslänglich bekommen“.

Goldene Zeiten?

Der deutschen Wirtschaft prognostizierte Brüske Goldene Zeiten. „In diesem Jahr fallen doch fast alle Feiertage auf einen Sonntag. Das wird doch ein glorreiches Jahr.“ Sein Mix aus Satire, Sarkasmus, Ironie und Parodie zog. So auch bei seinen Eindrücken über den Konflikt zwischen Russland („Der Putin ist beim Judo einmal zu viel auf den Kopf geknallt“) und der Ukraine. Die Übernahme der Krim-Halbinsel führte Brüske zu einem Vergleich: „Wenn das Schule macht, weht demnächst in Winterberg die holländische Flagge!“ Zwischendurch gab es immer wieder Songs.

„Ich hab Gas, das macht Spaß. Der Schröder kriecht uns in den Ar . . .“, hatte Brüske aus dem 80er Hit des Sängers Marcus abgeleitet. Der Westernhagen-Hit „Ich bin wieder hier“ musste für die NSA herhalten. „Ich bin wieder hier, in Deinem Revier. War nie wirklich weg, hab Dich nur gehackt.“ Griechenland bekam beim Aufritt auch sein Fett ab. „Stellen Sie sich vor, der Eskimo hat 20 Begriffe für Schnee. Der Grieche hat noch nicht mal einen für Quittung!“ Im zweiten Teil ließ Brüske die Politik „ruhen“ und erzeugte eine Halbzeit Karneval auf der Bühne. Als dann das „Baesweiler-Lied“ von ihm intoniert wurde, hatte Brüske alle Sympathien auf seiner Seite.

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