Christkind kommt per Schiff

Von: hst
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Gestalteten ein stimmungsvolles Weihnachtskonzert: Der Chor der Hauptschule Großer Griechenmarkt mit seinem Programm „Kölsche Weihnacht” (mit Chorleiter Karl Becker). Foto: Hanna Sturm

Herzogenrath. Kölsche Weihnachtslieder sind etwas fürs Herz - und zum Schmunzeln. Passend zum vorweihnachtlichen Schneewetter präsentierte der Chor der Hauptschule Großer Griechenmarkt aus Köln ihr Konzert „Kölsche Weihnacht”.

Das Publikum im vollbesetzten Saal der Burg Rode war bestens unterhalten von dem stimmungsvollen Programm, das die Vorfreude auf das Fest noch größer werden ließ.

„Der Dialekt ist geeignet, manche Sachen so fein auszudrücken, wie es im Hochdeutschen niemals gehen würde”, erklärte Chorleiter Karl Becker. Seit über 25 Jahren singt der Chor der Hauptschule ausschließlich Lieder im Kölner Dialekt, immer wieder wurden sie dabei unterstützt von bekannten Kölschen Bands wie die Bläck Fööss oder die Paveier. In den vergangenen Jahren haben die Schüler mehrere CDs aufgenommen und sind schon mehrmals im Fernsehen aufgetreten.

„Wir wollen etwas dafür tun, Dialekt und Brauchtum zu erhalten. Durch die Musik bleibt der Dialekt lebendig”, sagt Chorleiter Becker. Im Chor singen Kinder und Jugendliche aus vielen verschiedenen Ländern, die durch die Lieder immer vertrauter mit der Kölschen Sprache und alten Traditionen werden.

Gemeinsam mit den St.-Josefs-Sängern - einer Gesangsgruppe in der Pfarre St. Josef in Köln-Porz, der auch Karl Becker angehört - gestalteten die Schüler das winterliche Konzert auf der Burg Rode. Viele Lieder, etwa das flotte „Äppel, Nüß un Marzipan” oder das zum Wetter passende „Et hätt jeschneit” luden zum Mitklatschen und Mitsingen ein.

Besonders bei dem humorvollen Stück „Unser Bäumche”, das erzählt, wie der Vater am Heiligen Abend versucht, die kleine krumme Tanne doch noch zu Mutters Zufriedenheit aufzustellen, stimmten die Besucher kräftig ein. Besinnlicher wurde es bei einem schönen Halleluja - auf Kölsch. Und auch die jüngsten Herzogenrather Besucher wussten spätestens nach dem Lied „Et fährt e Scheff op dem Rhing”, dass in Köln einige Dinge anders laufen als woanders, und hier das Christkind keinesfalls mit dem Schlitten, sondern mit dem Schiff anreist.
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