Choreographie für 270 Tänzer

Von: Lars Odenkirchen
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Alsdorf. Das erste Türchen des Adventskalenders wird in diesem Jahr ein bisschen früher aufgemacht als gewohnt. „Jule und der geheimnisvolle Adventskalender” heißt schließlich das Stück, das die Ballettschule Harlekin auf die Bühne der Stadthalle Alsdorf bringt: Passenderweise am ersten Adventswochenende, Samstag, 27., und Sonntag, 28. November.

Wer die bisherigen Aufführungen der Schule kennt, wird wissen, dass für eindrucksvoll choreografierte und umgesetzte Tänze ebenso gesorgt sein wird, wie für eine liebevoll erzählte Geschichte.

In deren Mittelpunkt steht dabei die namensgebende Jule (am Samstag gespielt von Carla Schunk, am Sonntag von Anne Gombert), die von ihrer Großmutter einen außergewöhnlichen Adventskalender bekommt, den sie selbst Tag für Tag durch den Gartenschuppen betreten kann. Dort erlebt sie spannende Geschichten und trifft auf geheimnisvolle Gestalten, etwa den Kobold Baltus (Eva Vleek, Johanna Ansey) oder den Hund Pfeffernuss (Liona Schwedt, Jule Reuters).

Fantastische Geschichten

Jules Mutter (Kyra Dieteren, Heike Simunec) will die fantastischen Geschichten jedoch nicht so Recht glauben. Zudem muss die kleine Heldin bald auch lernen, dass sie jeden Tag wirklich nur ein Türchen öffnen kann. Was sich außer Lametta, Bratäpfeln und Nussknackern im Kalender verbirgt und welche Überraschung sie am Weihnachtstag erwartet, wird aber erst bei der Aufführung verraten.

Bis dahin gibt es für die Akteure noch einiges zu tun. So stand nun etwa die Durchlaufprobe, bei der zum ersten Mal alle Tänze in der Reihenfolge der Aufführung aneinandergefügt wurden, an. Für Uschi Vleek und Heike Schrey, die Leiterinnen der Balletschule, ist das immer noch ein besonderer Moment. Und das, obwohl „Harlekin” mit dem Stück bereits seine achte große Schulaufführung auf die Bühne bringt und zudem in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert.

Eine große Familie

„Bislang haben wir immer nur einzeln geprobt. Heute setzt sich zum ersten Mal alles zu einem Gesamtbild zusammen. Es ist für uns immer wieder von neuem spannend, ob alles so passt, wie man es sich vorstellt”, erzählt Vleek. Heike Schrey stimmt ihr zu: „Routine bekommt man natürlich bei den ganzen organisatorischen Aufgaben, alles andere bleibt aufregend.”

Dabei ist allein schon die Organisation ein kleines Meisterwerk für sich. 270 Tanzschüler wirken bei der Aufführung mit - so viele, wie selten zuvor. Trotzdem versuchen die Lehrerinnen, den engen Kontakt zu jedem Mitwirkenden zu halten.

„Wir haben wegen unseres Jubiläums eine kleine Chronik erstellt. Dabei ist mir aufgefallen, dass fast alle Hauptdarsteller der bisherigen Aufführungen immer noch hier sind”, freut sich Vleek. Für sie und Heike Schrey ist dies auch eine Bestätigung: Wer die familiäre Atmosphäre in der Ballettschule kennengelernt habe, wolle so schnell nicht wieder weg.

Das bestätigt auch eine kleine Anekdote, die Heike Schrey über die Vorbereitung erzählen kann: „Wir hatten einige Schülerinnen, die aus beruflichen Gründen oder wegen ihres Studiums eine zeitlang weiter weg gewohnt haben und die Tänze nicht mit uns einüben konnten. Damit sie trotzdem mitmachen können, haben die anderen aus der Gruppe ihnen die Tänze auf Video aufgenommen, damit sie auch in der Ferne die Tänze lernen konnten.”

Ob das „Fernstudium” Früchte getragen hat, wird man am ersten Advent in der Stadthalle sehen. Fast 30 Tänze, von Ballett über Jazz und Step bis zu HipHop gibt es zu sehen. Ebenso abwechslungsreich ist die Musikauswahl, wenn Jule zwischen Fantasie und Realität ihre Abenteuer erlebt.

Bei der Aufführung, deren Geschichte von Manni Grouls liebevoll erzählt wird, gibt es einige Neuerungen: Gleich vier der Hauptdarsteller sind nicht älter als zwölf Jahre - mit einer so jungen Riege ging die Ballettschule noch nie auf die Bühne. Erstmals treten die Kindergruppen an beiden Tagen auf - bislang gab es für die Jüngsten meist nur einen Einsatz.

Für mehr als zwei Stunden vorweihnachtlicher Unterhaltung dürfte also gesorgt sein - übrigens auch für Weihnachtsmuffel, denn festliche Klänge spielen in der Aufführung nur eine untergeordnete Rolle.

Die Aufführungen finden statt am Samstag, 27. November, um 18 Uhr, und Sonntag, 28. November, um 16 Uhr, jeweils in der Stadthalle Alsdorf. Tickets sind in der Ballettschule Harlekin, Hubertusstraße 23, erhältlich. Infos gibt es unter der Telefonnummer 02404/82390.
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