Alsdorf - Chöre gratulieren zum 120-jährigen Bestehen

Chöre gratulieren zum 120-jährigen Bestehen

Von: rp
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Unser Bild zeigt den Kirchench
Unser Bild zeigt den Kirchenchor St. Cornelius Hoengen, sitzend ab 3.v.r. Ehrenchorleiter Willi Krieger, Vorsitzender Reiner Hamacher, Chorleiter Benjamin Schnarr und Ehrenvorsitzender Heinrich Merkelbach

Alsdorf. Der Kirchenchor der Gemeinde St. Cornelius Hoengen feiert mit einem Festhochamt am Samstag, 22. September, 17.30 Uhr, in der Kirche St. Cornelius sein 120-jähriges Bestehen.

Darauf hat sich der Chor unter Vorsitz von Reiner Hamacher seit langem bestens vorbereitet. Seit Anfang Mai wurden regelmäßig die Gottesdienste samstags um 17.30 Uhr in Hoengen von den Kirchenchören St. Jakobus Warden, St. Marien Mariadorf und St. Cornelius Hoengen, St. Barbara Broicher Siedlung, dem „Jungen Chor” und nicht zuletzt vom MGV „Polyhymnia” Mariadorf und der MaKoGe Mariadorf gestaltet.

Beim eigentlichen Festhochamt anlässlich des 120-jährigen Bestehens am kommenden Samstag wirken alle Kirchenchöre der Pfarre Johannes XXIII. aus Mariadorf, Hoengen, Warden und Broicher Siedlung unter der Gesamtleitung vom Kirchenmusiker und Chorleiter aller Chöre, Benjamin Schnarr, mit, die die Missa Brevis in G-Dur, KV 140, und Laudate Dominum von Wolfgang Amadeus Mozart zu Gehör bringen werden. Als Solistin wirkt außerdem Dorothee Krug mit. Zu Beginn der Messe spielt Schnarr und zum Auszug Ehrenchorleiter Willi Krieger ein Orgelwerk. Anschließend gibt es einen gemeinsamen Umtrunk im Pfarrheim.

In den vergangenen Jahren hat sich einiges getan, was den Hoengener Chor betrifft. Nach dem Tod von Chorleiter Rolf Besse gab es im März 2007 eine kleine Fusion mit dem Kirchenchor St. Marien aus Mariadorf. Aus Zeitgründen waren dem Chorleiter von St. Cornelius nur noch gemeinsame Proben und Auftritte möglich. Geprobt wird im Wechsel in Mariadorf und Hoengen.

Umdenken nötig

Diese Lösung hat beiden Chören bis heute nur Vorteile gebracht. „Ein großer Schritt in die Zukunft, da Zusammenschlüsse und Zusammenarbeit Erfolge bringen”, stellt Vorsitzende Reiner Hamacher hierzu fest. „Im August 2008 wechselte der Chorleiter Rudolf Casper in den Schuldienst. Sein Nachfolger wurde der junge Kirchenmusiker Benjamin Schnarr, der trotz seiner Jugend ein ausgezeichneter Musiker mit klangvoller und tonsicherer Stimme ist”, heißt es in der Chronik.

Im Januar 2010 wurde in einem festlichen Hochamt in St. Cornelius unter Beteiligung aller Chöre der Pfarre Johannes XXIII. der neue Pfarrer Rainer Mohren eingeführt. Durch organisatorische Maßnahmen in der neuen Großpfarre wurde der Chor von St. Cornelius, wie aber auch andere Chöre und kirchliche Vereine und Organisationen, zum Umdenken gezwungen. Hierdurch fielen auch liebgewonnene Traditionen dem Zeitgeist zum Opfer. Große Sorge im Jahr des 120-jährigen Bestehens bereiten dem Chor von St. Cornelius Hoengen die Mitgliederzahlen. Von 48 Mitgliedern im Jahr 2002 sank die Zahl auf 35 im Jahr 2011. Das Durchschnittsalter ist in diesem Zeitraum von 66 auf 72 Jahre angewachsen.

Bedauert wird auch, dass in den vergangenen Jahren nur wenige junge Menschen den Weg zum Chor fanden, eine Entwicklung, die allerdings überall zu beobachten ist. Um einer Vergreisung vorzubeugen, zieht Chorleiter Benjamin Schnarr alle Register seiner musikalischen Möglichkeiten, etwa durch das Wirken mit Kindergartenkindern, Schulkindern, Jugendchor und Jungem Chor, um das Chorleben in den Pfarren von Johannes XXIII. zu retten.
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