Chansons und Pop in der Kirche

Von: ehg
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Starker Auftritt: Konzert mit Christoph Birken in der Pfarrkirche St. Willibrord Euchen. Foto: W.Sevenich

Würselen. Mit seinen deutschsprachigen Liedern, angesiedelt zwischen Chanson und Pop, ist der Würselener Singer-Songwriter Christoph Birken derzeit auf den Kleinbühnen der Region unterwegs. Station machte er mit seinen Begleitern Simon Kurtenbach (E-Piano/Akkordeon) und Roland Janßen (Bass) auf Einladung des Gemeindeausschusses in der Pfarrkirche St. Willibrord in Euchen.

Unerwartet groß war die Resonanz, die das anspruchsvolle Konzert fand, was für den Ruf spricht, der dem Auftritt von Christoph Birken vorauseilte. Mit Freude begrüßte im Namen des Veranstalters Eleonore Bülles die am Ende des Konzertes über alle Maßen begeisterten rund 100 Besucher, die die Glocken von St. Willibrord zu einem musikalischen Event der anderen Art ins das Gotteshaus „gerufen“ hatte.

Der Würselener Liedermacher brachte „Poesie von heute gegen den Schnee von gestern“, eine Auswahl von Songs aus drei Jahrzehnten, zu Gehör. In der von Birken vertonten Lyrik spiegelt sich das menschliche Leben mit seinen vielen Facetten. Mal spricht er sie heiter beschwingt, mal ernsthaft besinnlich an. Die Musik ist dekoratives Beiwerk und verleiht den Worten musikalischen Tiefgang. Mit sprachlichem Feingefühl, aber auch mit feinem Humor werden sie aufgedeckt, die Sehnsüchte und Wünsche der Menschen von heute.

Songpoesie vom Feinsten

Dabei hebt Birken nie den Zeigefinger, wenn er mit Musik unterlegte sprachliche Bilder malt, um seine Zeitgenossen „aufzurütteln“. Denkgewohnheiten werden hinterfragt und auf die Probe gestellt. Was der Würselener Germanistiklehrer zu bieten hat, ist Songpoesie vom Feinsten. Die Konzertbesucher ließen sich von ihm in seinen Bann ziehen und geizten nicht mit anhaltendem Beifall.

So wie das Leben ist Birkens Programm reich an Schattierungen. Er sparte auch den Tod nicht aus, den eines guten Freundes, der viel zu früh aus dem Leben schied. Er brachte seine persönliche Trauer textlich und musikalisch so fesselnd zum Ausdruck, dass sich tiefe Ergriffenheit unter den Konzertbesuchern breit machte. So dass der überfällige Applaus geraume Zeit auf sich warten ließ. Virtuos setzte sich „Begleiter“ Simon Kurtenbach auf dem Akkordeon in Szene, wenn Birken seine Lieder ganz im Stile des französischen Chansons anstimmte. Einschmeichelnde Klänge erfüllten das Gotteshaus, fernab von billigen Schnulzen.

Ein Hochgenuss für alle Konzertbesucher!

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