CDU schlägt eigenes Sportstättenkonzept vor

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
13974567.jpg
Wer wird künftig auf welchen Anlagen in Würselen welchen Sport betreiben können? Diese komplexe Frage wollen die Würselener endlich vom Stadtrat beantwortet wissen – und sollen dann eventuell selbst darüber entscheiden. Foto: dpa

Würselen. Es bleibt spannend in Sachen Sportstätten in Würselen. Der Ausschuss für Soziales, Sport und Kultur hat für den Stadtrat, der Dienstag, 11. Juli, (Sitzungsbeginn 18 Uhr im Rathaus auf dem Morlaixplatz) definitiv entscheiden soll, keinen Beschlussvorschlag über das geplante Sportzentrum am Aquana (Kauseneichsgasse) und die Sportanlage Parkstraße gefasst.

Dafür wurde erneut konträr über die zu ergreifenden Maßnahmen debattiert, wie denn die Sportstätten für Fußballvereine und Leichtathleten zukunftsfähig und bedarfsgerecht zu gestalten sind.

Bei der ersten wichtigen Gremiensitzung nach dem Bruch der großen Koalition aus CDU und SPD überraschten die Christdemokraten mit einem offenbar kurzfristig formulierten, nur mündlich durch Fraktionsvorsitzenden Karl-Jürgen Schmitz vorgetragenen Alternativkonzept, das in wichtigen Teilen von dem Vorschlag der Verwaltung abweicht. Das führte auch dazu, dass das Thema an den Stadtrat verwiesen wurde, um allen Fraktionen die Gelegenheit zu geben, sich noch mit dem Vorschlag der Union auseinanderzusetzen.

Schmitz schlug unter anderem vor, auf den Ankauf von rund 10.000 Quadratmetern Fläche am Aquana zu verzichten und auf der verfügbaren Fläche der Kommune ein kleineres Sportzentrum zu bauen. Heißt: Der zweite Kunstrasenplatz soll wegfallen. Durch die Umschichtung könnten Vereine in Würselen-Mitte entsprechend gewünschte Kunstrasenflächen erhalten.

Das Konzept, auf das sich die Weidener Vereine geeinigt hätten, sei aber „unbedingt umsetzungswürdig“. Schmitz sprach von einem Kompromiss, für den alle auf einen Teil ihrer Maximalforderungen verzichten müssten.

Die SPD wünscht ihrerseits eine Ergänzung zu dem Vorschlag der Verwaltung (siehe Info). SPD-Fraktionschef Christoph Küppers beantragte gemäß Vorschlag seines Parteigenossen, Bürgermeister Arno Nelles, einen Ratsbürgerentscheid zum Thema Sportentwicklung zu beschließen, der am 24. September, dem Tag der Bundestagswahl, organisiert werden soll, um die damit verbundenen Kosten möglichst gering zu halten und für eine möglichst hohe Beteiligung der Würselener zu sorgen.

Laut Gemeindeordnung darf aber nur über eine klar und kurz gefasste Frage abgestimmt werden. Diese lautet auf Vorschlag der Sozialdemokraten: „Sind Sie für die Realisierung des Sportstättenkonzepts in Würselen-Mitte und Broichweiden?“ Zudem wollen die Sozialdemokraten, dass in Ergänzung zum jetzt vorliegenden Sportstättenkonzept eine Zweifach-Sporthalle auf dem Campus des städtischen Gymnasiums gebaut werden soll.

Dies war Ende September 2015 bereits grundsätzlich beschlossen worden, damit das Gymnasium ausreichend Ersatzkapazitäten für die wegfallenden Hallennutzungsstunden in der Elmar-Harren-Halle bekommt. Dazu merkte Josef Kuck (Schulleitung Gymnasium) an, dass bei Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren dies wohl nicht ausreichen würde. Entsprechend soll die Verwaltung dies berücksichtigen und prüfen, so die SPD.

Küppers machte klar, dass die SPD auf jeden Fall den Beschluss über das Sportstättenkonzept mit dem Ratsbürgerentscheid verknüpft sieht. Wenn die SPD mit ihrem Antrag auf Entscheid der Bürger im Stadtrat keine Mehrheit findet, „dann wird so nicht gebaut“, sagte Küppers auf Nachfrage. Dann würde lediglich der VfR Würselen einen Ersatz für seine Trainingsplätze bekommen, die für den Neubau der Gesamtschule wegfallen und die Sporthalle am Gymnasium gebaut werden. Für alles andere müsste dann erst einmal die Finanzierung geklärt werden. CDU-Mann Schmitz lehnt einen Ratsbürgerentscheid als „Fatal“ ab. Dieser könne das gesamte Konzept gefährden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert