Herzogenrath - CDU in Herzogenrath gibt sich zur Kommunalwahl kämpferisch

CDU in Herzogenrath gibt sich zur Kommunalwahl kämpferisch

Von: ch
Letzte Aktualisierung:
hercdubu
Stellen sich dem Urteil des Wählers: die frisch gekürten Direktkandidaten der Herzogenrather CDU mit der Stadtverbandsvorsitzenden Marie-Theres Sobczyk (vordere Reihe, 3. v.r.). Foto: Christoph Hahn

Herzogenrath. In Herzogenrath ist alles anders - zumindest bei den Kommunalwahlen am 7. Juni. Denn gibt es landauf, landab bei Urnengängen aller Art eine Leitfigur: In der Rode-Stadt ist dem nicht so. Bürgermeister Christoph von den Driesch wurde im Februar 2008 für sechs Jahre gewählt und steht daher nicht zur Wahl.

Gleichwohl hat sich seine Partei, die CDU, jetzt für den Kampf um die Stimmen der Bürger positioniert. Bei einer Mitglieder-Versammlung in der Schützenhalle St. Thekla an der Comeniusstraße im Norden des Stadtteils Merkstein bestimmten die 69 stimmberechtigten Christdemokraten jene Kandidatinnen und Kandidaten aus ihren Reihen, die sich den Wählern als deren Interessenvertreter im Stadt- und im Städteregionsrat empfehlen wollen.

Noch bevor die Mitglieder zur Wahl schritten, nutzten die neue Stadtverbandsvorsitzende Marie-Theres Sobczyk, und der Vorsitzende der Fraktion im Rat, Reimund Billmann, das Forum in der Schützenhalle zu Rechenschaftsberichten und Ausblicken in die Zukunft.

Dabei ließ Sobczyk den Willen zur Auflockerung der parteiinternen Strukturen erkennen: „Wir wollen uns breiter aufstellen - in unseren Arbeitskreisen sind nicht nur Mitglieder, sondern auch Sympathisanten zur Mitarbeit aufgefordert.” Zudem ließ die Kommunalpolitikerin den Willen erkennen, ihre Partei im wertkonservativen Bereich zu verankern und rief aus: „Es ist die CDU, die den Menschen Halt und Orientierung geben muss.”

Reimund Billmann, der den Kreis zudem im Düsseldorfer Landesparlament vertritt, formulierte seine politischen Vorstellungen dem gegenüber um Einiges zugespitzter. Die Koalition, wie sie die CDU mit den Grünen in Herzogenrath praktiziert, hob er als „die am längsten währende schwarz-grüne Koalition in Nordrhein-Westfalen” heraus.

Darüber hinaus widmete Billmann dem Erhalt der Straßen in der Rode-Stadt besondere Aufmerksamkeit. Diese Verkehrswege seien durch die nach Aachen fahrenden Berufspendler stark strapaziert. Darum nahm der Fraktionsvorsitzende in seiner Rede die große Nachbarstadt besonders in die Pflicht - vor allem in finanzieller Hinsicht. Kurz und knapp fiel dem gegenüber die rhetorische Abrechnung mit den oppositionellen Sozialdemokraten aus: „Der politische Gegner hat einfach nichts zu bieten.”

Auf Besonderheiten in seiner Position wies Bürgermeister von den Driesch in seinem Grußwort hin: „Ich bin bei den Kommunalwahlen Wahlleiter und deshalb zur Neutralität verpflichtet”, erklärte der Rathaus-Chef und enthielt sich hinfort aller parteipolitischer Stellungnahmen. Darum sei in diesem Falle außer Zweifel: „Nur der Rat steht zur Diskussion.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert