Alsdorf - CDU bittet Mitglieder zum Neuanfang in den Ballsaal

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CDU bittet Mitglieder zum Neuanfang in den Ballsaal

Von: -ks-
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Alsdorf. Die CDU Alsdorf stellt sich neu auf. Der Weg für einen Neuanfang ist frei. Interimsvorsitzender Peter Steingass sagt: „Wichtige Geisteskraft in sachliche Parteiarbeit” investieren statt weiter streiten.

Nach dem Rücktritt des Stadtverbandsvorsitzenden Bernd Mortimer und des Geschäftsführers Norbert Koerlings haben bis auf einen der beiden stellvertretenden Vorsitzenden und den stellvertretenden Geschäftsführer alle weiteren Mitglieder des Vorstandes zum Mittwoch, 25. November, ebenfalls ihren Rücktritt von den Vorstandsämtern erklärt, um damit den Weg für den personellen Neuanfang zu ebnen, heißt es seitens der Union.

Dies soll auf der Mitgliederversammlung geschehen, die am Mittwoch um 20 Uhr im Cinetower Kinopark, Hubertusstraße, im Ballsaal beginnt. Nach dem Bericht des kommissarischen Vorsitzenden, Peter Steingass, wird mit Spannung die Aussprache über die jüngsten Querelen erwartet.

Bernd Mortimer, Norbert Koerlings, Guido Gebauer, Frank Breuer und Hubert Hennes hatten im Streit der CDU-Fraktion im Rat den Rücken gekehrt und die neue Fraktion „Alsdorfer Bürger Union” (ABU) gegründet, um dort CDU-Politik zu betreiben, wie sie betonten. Die noch sechs Mandate zählende Rest-CDU-Fraktion wird von Franz Brandt geführt. Gegen die fünf Abtrünnigen wird noch in dieser Woche ein CDU-Parteigericht einberufen, das auf Betreiben von Kreisparteichef Axel Wirtz (Stolberg) und gemäß eines Beschlusses der Kreis-CDU über den Ausschluss der fünf Abweichler wegen die Partei schädigenden Verhaltens befinden soll. Nachweislich mehr als 20 Parteimitglieder hatten die CDU nach dem Knall verärgert verlassen.

Zwischenzeitlich hat Interimsvorsitzender Steingass in einem Brief an die Mitglieder kämpferisch erklärt: „Die CDU Alsdorf wird weiter existieren! Auch ohne fünf ABU-Fraktionäre.” Steingass fordert von den „Verantwortlichen in der Fraktion, den Ortsverbänden und im Stadtverband ein deutlich gesteigertes Engagement” - und das schon mit Blick auf die Landtagswahl im Mai, „bei der unser Landtagsabgeordneter Reimund Billmann wieder auf uns zählt”.

Steingass fordert, persönliche Befindlichkeiten hinten anzustellen und den Streit zu beenden. Allerdings räumt er auch ein: „Es wurde ein neues Kapitel geschrieben in einem innerparteilichen Zwist, der wohl schon einige Jahrzehnte mit übrigens wechselnder personeller Besetzung schwelt und meinen Erinnerungshorizont als relativer CDU-Neuling (Eintritt 2003) deutlich überschreitet.” Er fährt fort: „Ich bin davon überzeugt, dass es Ihnen mittlerweile auch völlig egal ist, wer wann warum Recht hatte. Es nervt einfach, dass es nicht möglich scheint, die in dieser Zeit so wichtige Geisteskraft in sachliche Parteiarbeit zum Wohle der Bürger Alsdorfs und der CDU zu investieren, statt sie in innerparteilichen Auseinandersetzungen zu vergeuden!”
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