Carl-Alex: Grüne sehen Natur gefährdet

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Baesweiler. Nach der Auszeichnung des Projektes Carl-Alexander-Park mit dem Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis 2009 mahnen die Baesweiler Grünen einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Naturgebiet an.

So sieht Fraktionschef Rolf Beckers „eine besondere Verpflichtung für die Zukunft insbesondere in Sachen Naturschutz”. Zwar sei der Gewinn des renommierten Preises „höchst erfreulich” und eine „verdiente Anerkennung für das Büro Davids/Terfrüchte+Partner und das Baudezernat der Stadt”.

Es dürfe jedoch nicht vergessen werden, „dass die Naturschutzbelange in den letzten Jahren ausgerechnet durch die aufwendigen Bauarbeiten, Großveranstaltungen und weitere Störungen stark gelitten haben”.

Nach Ansicht der Grünen muss künftig „die Verknüpfung von Architektur, Landschaft und Naturschutz nachhaltig so gesichert werden, dass die Naturschutzbelange nicht weiter hinten an stehen”, formuliert Rolf Beckers. Dazu sei auch „eine Überarbeitung des Veranstaltungskonzeptes, in das weder Großveranstaltungen auf dem Haldengipfel noch das aktuelle Rekord-Picknick passen, genauso erforderlich wie eine gezielte Besucherinformation und -lenkung”.

Infos und Verhaltenstipps

Dies sei notwendig, weil die meisten Besucher der Halde Carl-Alex nicht wüssten, dass sie sich in einem Naturschutzgebiet befinden und wie sich richtig verhalten sollten. Laut Beckers hat die Rückeroberung der Halde durch den Menschen bereits negative Folgen für die Natur: So ist nach seiner Beobachtung die Blauflügelige Ödlandschrecke, „eine typische Haldenbewohnerin unter besonderem Schutz, im Bereich des begehbaren Haldengeländes inzwischen so gut wie verschwunden”.

Nach Angaben des Fraktionsvorsitzenden haben sich die Grünen in den vergangenen Monaten in der Region umgesehen und unter anderem die Naturräume im Gangelter Landschaftsnaturpark Rodebach, im Nationalpark Eifel, im Hohen Venn und die Naturschutzstation Haus Wildenrath unter die Lupe genommen.

Sein Fazit: An allen besuchten Orten werde die Verknüpfung von Naturschutz, Naherholung und Tourismus ernst genommen. „Das erwarten wir auch für den Carl-Alexander-Park”, fordert Beckers.

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