Caritas verlagert Werkstatt nach Würselen

Von: Elisa Zander
Letzte Aktualisierung:
Erinnerungen: Zeitung, Geld un
Erinnerungen: Zeitung, Geld und Baupläne kamen in den Grundstein, der anschließend von Betriebsleiter Christoph Stormanns, Bürgermeister Arno Nelles, Weihbischof Dr. Johannes Bündgens, der Vorsitzenden des Werkstattrates Beate Owoc, Vize-Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck und Geschäftsführer Michael Doersch verschlossen wurde. Foto: Elisa Zander

Würselen. Als die Verantwortlichen der Caritas Behindertenwerk GmbH die Werkstätten in Eschweiler auf ihre bauliche Beschaffenheit überprüften, mussten sie feststellen, dass der Altbau renovierungsbedürftig ist, da er nicht die Anforderungen an einen modernen Arbeitsplatz erfüllt.

Mögliche Alternativen wurden beleuchtet und Szenarien bedacht und festgestellt, dass 148 der in der Eschweiler Werkstatt arbeitenden Menschen aus dem Nordkreis kommen und eine lange Anfahrtszeit haben. All diese Gründe haben bei den Verantwortlichen der Caritas im ehemaligen Kreis Aachen zu der Entscheidung beigetragen, eine neue Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Würselen an der Honigmannstraße zu errichten.

Ein Teil des Stahlskelettbaus ist bereits errichtet; nun wurde der Grundstein, der bei der Gießung der Bodenplatte eingesetzt wird, mit Erinnerungsstücken an die symbolische Grundsteinlegung versehen. Eine Tageszeitung findet sich ebenso darin wie Baupläne und symbolische 20 Euro und zwölf Cent. Weihbischof Dr. Johannes Bündgens, der ebenfalls Vorsitzender des Diözesancaritasverbandes Aachen ist, hatte die aus Edelstahl gefertigte Box gesegnet.

Lob für die Standortwahl

Für Michael Doersch, Geschäftsführer der Caritas-Behindertenwerk GmbH, ist dieser Tag „ein neuer Anfang, in dem ein sichtbares Kapitel in unserer Werkstattgeschichte geöffnet wird”. Ebenso wie für Doersch ist für Bürgermeister Arno Nelles die Standortwahl genau richtig getroffen. „Die Caritas und ihr Inhalt soll deutlich im Mittelpunkt stehen”, so der erste Bürger der Düvelstadt und spielt auf die zentrale Lage des Gebiets an, das unmittelbar zwischen Alsdorf und Würselen liegt. „Der Zweck der Arbeit hat es verdient, im Fokus zu stehen. Denn damit wird Menschen mit Handicap ein neues Selbstwertgefühl gegeben.”

Das Konzept sieht vor, auf den etwa 17.300 Quadratmetern umbauten Raums eine Nutzfläche von rund 3000 Quadratmetern zu erstellen. 150 Mitarbeiter, die derzeit in der Eschweiler Werkstatt tätig sind, werden hier künftig einen neuen Arbeitsplatz finden. Das Bauwerk umfasst neben Werkstätten auch Mensa, Verwaltungsgebäude sowie einen heilpädagogischen Arbeitsbereich.

Hinzu kommt eine Gartenfläche von etwa 800 Quadratmetern, mit der ein Ausgleich zur Arbeitswelt geschaffen wird. Damit kommt das Team vom Architektenbüro Blum, Breuer und Brückner aus Eschweiler seinem Leitfaden für die Werkstatt nach, ein „Gebäude zu schaffen, das einen zeitgemäßen Arbeitsplatz bietet und ebenfalls den Ausgleich dazu”, wie Architekt Andreas Breuer unterstreicht.

Im September soll die neue Werkstatt für Menschen mit Behinderung fertiggestellt sein.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert