„Camerata Aachen“: Kryptakonzert bietet feinen Hochgenuss

Von: Christoph Hahn
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Begeisterten die Zuhörer beim Kryptakonzert in Baesweiler mit ihrem brillanten Spiel: Gambistin Katja Dolainski, Cembalist Harald Lochner sowie beiden Flötistinnen Bettina Herbst und Friederike Krost-Lutzker (von links). Foto: Christoph Hahn

Baesweiler. Längst sind sie für Kenner kein Geheimtipp mehr: Wenn Kantor Josef Paffen zu den Kryptakonzerten einlädt, gibt es im Raum unter der Pfarrkirche St. Petrus in Baesweiler nicht einen einzigen freien Stuhl.

So geschah es jüngst wieder bei der Veranstaltung mit vier Musikern des Ensembles „Camerata Aachen“, die Werke des Barock und des Rokoko aus Frankreich und Deutschland boten.

Was die beiden Flötistinnen Friederike Krost-Lutzker und Bettina Herbst, die Gambistin Katja Dolainski im Verein mit dem Cembalisten Harald Lochner zu Gehör brachten, schien qua Kraft und Eleganz die Dimensionen des kapellenartig kleinen Raumes zu sprengen. Die einleitenden Sätze aus der „Deuxiéme Récréation“ von Jean-Marie Leclair l‘Aine (1697-1764) jedenfalls wirkten zeitlos elegant – ebenso wie das Duett Nr. 1 von Johann Joachim Quantz (1697-1773), seines Zeichens Hof- und Lieblingskomponist des hoch begabten Flötisten namens „Alter Fritz“, das königlichen Glanz verströmte.

Eines der Herzstücke war indes die h-Moll-Sonate (BWV 1030) von Johann Sebastian Bach, im Duett von Traversflötistin und Cembalist dargeboten. Dabei strahlte das Meisterwerk nicht nur einen gefälligen Klangcharakter, sondern auch Kraft und funkelnden Farbenreichtum aus. Ähnlich prominent war die „Tafelmusik“ von Georg Philipp Telemann (1681-1764), von der in Baesweiler vier Sätze erklangen – ein ähnlich leuchtendes Stück Musik, das die Künstler mit wachem Schönheitssinn und Engagement vortrugen.

Cembalist Harald Lochner konnte sich zudem als Solist vorstellen – und das ziemlich wirkungsvoll. Die sechs Sätze aus g-Moll-Suite von Jean Henri d‘Anglebert (1629-1691) tauchte er mit seinem brillantem Spiel immer wieder in funkelndes Licht – auch das ein bleibender Eindruck, genau so wie das Spiel seiner Mitstreiterinnen.

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