„Cake Day“: Einnahmen gehen an Flüchtlingshilfe

Von: mabie
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Die Jugendgruppe der Emir-Sultan-Moschee in Merkstein mit der Vorsitzenden Selcan Basogul (2.v.l.), Co-Koordinator Bünyamin Yilanci (5.v.l.) und vielen Freiwilligen sorgte mit ihrem Verkauf zum „Cake-Day“ für eine süße Form der Flüchtlingshilfe. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Wie sie im wahrsten Sinn des Wortes den Menschen das Zusammenleben mit den Flüchtlingen versüßen können, fand nun die Jugendgruppe der Emir-Sultan-Moschee in Merkstein heraus.

„Wir wollten einfach etwas tun“, sagte die Vorsitzende Selcan Basogul, und freute sich, dass ihre „Cake-Day-Aktion“ auf so große Resonanz stieß. Denn die Mitglieder der rund 30-köpfigen Gruppe von 15- bis 25-Jährigen aus der Moschee hat am Sonntag auf dem August-Schmidt-Platz mitten in Merkstein Kuchen für den guten Zweck verkauft.

„Ich habe das schon einmal in der Aachener Bilal-Moschee gesehen, dort gibt es seit gut einem halben Jahr Flüchtlingsaktionen“, erzählte Basogul weiter. Vor dem Verkauf stand eine längere Zeit der Vorbereitung. Denn nicht nur Kuchenspenden wurden gesammelt, auch die Organisation musste stehen. Schon im Mai haben die Merksteiner diese Idee aufgegriffen, und mit dem Verkauf der von Mitgliedern der Moschee und von Freiwilligen aus dem gesamten Stadtteil 300 Euro erwirtschaftet. „Das ist ein toller Betrag“, fand auch Bünyamin Yilanci, der gemeinsam mit Selcan Basogul die Aktionen der Jugendgruppe koordiniert. Das Geld kam der Jugendorganisation „Die Falken“ in Merkstein zugute, damit wurden Bücher für das Sprachcamp in den Sommerferien gekauft.

Was mit dem Geld aus dem Verkauf der süßen Sachen geschieht, wissen die beiden jungen Merksteiner auch schon. „Wir wollen ein paar kleinere Projekte damit finanzieren“, sagte Selcan Basogul. So ist geplant, Malbücher, Stifte und Spielzeug für die Flüchtlingskinder zu kaufen. „Das wollen wir den Kindern, die an der Waidmühl in Merkstein untergebracht sind, dann so schnell wie möglich auch bringen“, so Yilanci. Über die reinen Spenden hinaus stand der Cake-Day auch für die Begegnung und das Bewusstsein, etwas für Menschen zu tun, die aus ihrer Heimat geflohen sind.

„Wir haben auch ein paar Flüchtlinge eingeladen, und sie haben uns ihr Kommen zugesagt“, so Selcan Basogul. So wurde aus der süßen Versuchung, die sich beispielsweise in Trockenkuchen mit Schokoladenguss, kleinen, bunten und reich verzierten Muffins oder auch Sahnetorten dem reichlichen Publikum anboten, eine tolle Hilfsaktion für Flüchtlinge.

Der Mehrwert bestand dabei darin, die Möglichkeit zur Begegnung zu schaffen, es zu ermöglichen, dass die Menschen nicht nur Gutes tun, sondern diejenigen, die neu in Herzogenrath angekommen sind, kennenzulernen. Das passt auch zum Selbstverständnis von Muslimen, wie Selcan Basogul abschließend sagte. „Wir wollen immer Gutes weitergeben, denn unsere Glaubenspflicht sagt, dass wir helfen und handeln sollen.“

Und wenn es dann noch so gut schmeckt, dass schon kurz nach dem offiziellen Startschuss die Leute Schlange stehen, um ein Stück Kuchen zu ergattern, dann klappt es mit dem Helfen fast von ganz alleine.

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