Business Park: Dachser arbeitet an einer Erweiterung

Von: Karl Stüber
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Von wegen Durchfahrt verboten: Dr. Axel Thomas, Geschäftsführer der Business Park Alsdorf GmbH (l.), und Prokurist Michael Eßers würden lieber heute als morgen für die Erweiterung des Gewerbegebiets Alsdorf-Schaufenberg, das auf der Fläche im Hintergrund entstehen soll, den derzeit noch gesperrten Abzweig des sogenannten „Dachser“-Kreisels frei geben. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Dr. Axel Thomas würde gerne und bald Nägel mit Köpfen machen. Mit den Firmen, die an Flächen der Erweiterung des Gewerbegebiets Schaufenberg interessiert sind, kann der Geschäftsführer der Business Park Alsdorf GmbH aber erst Verträge abschließen, wenn das Areal auch tatsächlich erschlossen wird bzw. ist.

Das heißt, wenn die notwendigen Straßen angelegt und Versorgungs- und Entsorgungsleitungen vorhanden sind. Angesichts der sehr konkreten Pläne von bereits im Gewerbegebiet Schaufenberg befindlichen Betrieben, die ihre Standorte ausbauen möchten, dürfte die Vermarktung recht flott über die Bühne gehen. Dabei geht es um Flächen, die der Stadt Alsdorf bzw. der Businesspark GmbH gehören, aber auch um Areale Dritter. Hier würde die GmbH als Vermittler auftreten, wie Thomas sagt.

Stadt muss Grundlagen schaffen

Im Investitionsplan des Eigenbetriebs städtische Dienste, eine Gesellschaft der Stadt Alsdorf, steht die Maßnahme für dieses Jahr an. Dort ist die Rede von Gesamtkosten in Höhe von 800.000 Euro.

Eigentlich war der entsprechende Bebauungsplan 301 als Grundlage von der Kommune und den Gremien schon so gut wie abgehakt. Allerdings musste die Planung noch einmal angepasst werden, um die „konkrete Absicht eines ansässigen Gewerbebetriebs im Zuge der Betriebserweiterung“ zu berücksichtigen, wie es noch nebulös im Stadtentwicklungsausschuss hieß.

Über diese Anpassung muss der Stadtrat noch entscheiden. Es handelt sich um die Alsdorfer Niederlassung der international tätigen Firma Dachser Logistics, wie deren Leiter Karl-Heinz Bremen auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte. „Ja, wir sind daran interessiert, aber es laufen noch entsprechende Überlegungen. Entschieden ist noch nichts“, verwies Bremen auf die Klärung innerhalb des Konzerns. Es gehe um strategische Überlegungen, wie Dachser sich in den nächsten Jahren entwickeln soll und entsprechend aufzustellen hat.

Somit steuert Dachser auf eine erneute Erweiterung zu. Zuletzt war das Betriebsgelände 2011 um gut 45.000 Quadratmeter erweitert und besagter Dachser- Kreisel zur besseren Erschließung angelegt worden, – mit einem Stich bzw. Anschluss, der nun genau auf die für eine Expansion geeignete Fläche führt. Die Trasse der Erschließungsstraße für die Erweiterung des Gewerbegebietes Schaufenberg musste nun ein wenig „verrückt“ werden, um aus bisher zwei Flächen ein großes Baufeld werden zu lassen, was das Planungsverfahren ein wenig verzögerte. Business-Park-Geschäftsführer Thomas geht davon aus, dass in den nächsten Wochen Planungsrecht geschaffen wird. Letztlich geht es um ein Plangebiet von rund acht Hektar, das östlich vom bestehenden Gewerbegebiet Schaufenberg liegt.

An Verkehr anschließen

Die jetzt im Feld endende Joseph-von-Fraunhofer-Straße soll entsprechend der Tiefe bzw. Breite des neuen Areals verlängert werden, wie Thomas darlegte. Optional ist von dieser Verlängerung aus eine Stichstraße vorgesehen, um neben der Logistikfirma je nach Fortgang der Nutzung weitere Baufelder die dort tätig werdenden Firmen an den Verkehrsfluss anzuschließen.

Ob nach „Volllaufen“ der Erweiterung des Gewerbegebiets Schaufenberg nach bewährter „Salamitaktik“ auch das angrenzende Feld zur Umwandlung in eine Gewerbefläche in Angriff genommen werden kann, ist derzeit noch unklar. „Es könnte sein, dass wir da auf Sand bauen würden oder der Aufwand sich nicht als wirtschaftlich erweist“, nennt Thomas eine dort wohl vorhandene tektonische Störung als Problem. Dies müsste zu gegebener Zeit genau untersucht werden.

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