Burgweihnacht: Wunderbarer Vorgeschmack auf das Fest

Von: Markus Bienwald
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Andrang: Besonders in der abendlichen Dämmerung sorgte die Burgweihnacht in Herzogenrath mit der illuminierten Burgpassage für besinnliche Stimmung. Foto: Markus Bienwald
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Handwerk zum Anfassen: Hier Jungschmied Kyandro van Vuuren.

Herzogenrath. Open-Air-Veranstaltungen im Allgemeinen und Weihnachtsmärkte im Besonderen haben mit gleich zwei unkalkulierbaren Risiken zu kämpfen. Punkt eins ist das Wetter, das zeigte sich zum Start ins Wochenende alles andere als freundlich und ließ auch den Besuchern bei der Herzogenrather Burgweihnacht dicke Tropfen auf den Kopf fallen.

„Dennoch war die Resonanz schon zur Eröffnung sehr gut“, freute sich Josef Poqué von der Stadtverwaltung, der kurz vor dem offiziellen Startschuss durch Bürgermeister Christoph von den Driesch mehr als 300 Gäste am Fuß der Burg zählte. Zwar waren es bei den offiziellen Worten des Rathauschefs dann wieder weit weniger, das tat dem Erfolg des Weihnachtsmarkts auf Burg Rode und in der City aber keinen Abbruch. Dafür sorgte Punkt zwei: Weil Weihnachtsmärkte immer mehr in Konkurrenz zueinander stehen, hilft meist nur ein pralles Programm mit etlichen „Zugpferden“, um die Menschen zu überzeugen.

Rodas Weihnachtsmarkt gelang das problemlos, denn Tenor Mario Taghadossi sorgte mit seinen Freunden wie Musicalsängerin Sarah Schiffer für beste Laune und zog die Menschen an. Dazu brachten sich auch viele Vereine und Einrichtungen aus der Stadt künstlerisch ein, womit der große Besucherstrom spätestens in Kombination mit dem trockenen Wetter am Samstag gesichert war.

„Heute ist wirklich viel mehr los“, sagt Benny Sprenger, der nicht nur als Besucher, sondern auch als Musiker Teil des Weihnachtsspektakels war. Getragen von der Stadt, dem Gewerbeverein Herzogenrath und dem Stadtmarketing, das mit einem „Express“ als Kleinbahn ohne Schienen für den Pendelverkehr sorgte, sowie dem Verein Burg Rode, gab es viele gute Gründe für einen Besuch auf der Burg und in der City. So waren die im ritterlichen Ambiente der Burg angebotenen Kunsthandwerke ebenso wie die kleine Mittelalter-Zeltstadt auf der Burgterrasse gern genutzte Anziehungspunkte.

Schneeflocken beschworen

Beiträge von der Grundschule Alt-Merkstein, dem Instrumentalverein Herbach, der Europaschule Herzogenrath, die mit einem Theaterstück die Schneeflocken beschwören wollte, oder auch des „Sunshine Chors“ sorgten für Spaß. Letzterer brachte aber nicht nur Sonnenschein in die Herzen der Gäste, sondern verwöhnte die Besucher der kleinen Budenstadt am Fuß der Burg mit weihnachtlichen Klängen.

Diese wurden höchstens vom rhythmischen Klingen von Metall auf Metall unterbrochen, als Kunstschmiede wie der Nachwuchshandwerker Kyandro van Vuuren ihr Eisen schmiedeten, so lange es noch heiß war. Besonders im abendlichen Feuerschein wurde dies zur romantischen Angelegenheit, wozu auch die schöne Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt und rund um die Burg beitrug.

An der Burg gab es sogar Neues zu berichten, wie Josef Poqué ergänzte. „Wir haben drei Sterne ergänzt“, sagte er und deutete auf drei riesige Exemplare, die nun deutlich mehr angenehmes Licht abstrahlten als der in den Vorjahren installierte Einzelstern auf der Wiese am Burgaufgang. Auch durch diese kleinen, aber feinen „Tuningmaßnahmen“ setzte sich die Burgweihnacht dann doch gegen alle Unbilden durch und wurde wieder ein Erfolg.

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