Burger King droht zum Jahresende das Aus

Von: vm
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Schließt voraussichtlich zum Jahresende: Burger King in Alsdorf. Foto: vm

Alsdorf. Burger King in Alsdorf schließt – mal wieder, möchte man fast sagen. Nach Informationen unserer Zeitung ist der Filiale an der Ecke Kurt-Koblitz-Ring/Luisenstraße zum Jahresende der Mietvertrag gekündigt worden. Das bestätigte ein Mitarbeiter.

Für viele Angestellte stehe nicht nur der Job, sondern auch die Aufenthaltsgenehmigung auf dem Spiel. Filialen desselben Franchisenehmers in näherer Umgebung gebe es nicht, so dass die Mitarbeiter, wenn, bis nach Mönchengladbach oder Euskirchen fahren müssten. Rund 30 Angestellte wären davon betroffen.

Der Konzern selbst wollte das Aus des Standorts weder bestätigen noch dementieren. „Es laufen noch Verhandlungen zwischen dem Vermieter und dem Franchisenehmer“, sagte am Donnerstag ein Sprecher auf Anfrage unserer Zeitung. Der Franchisenehmer ist inzwischen die Schloss Burger GmbH, wer der Vermieter ist, konnten weder der Konzern noch der Mitarbeiter sagen.

Bereits im Jahr 2014 hatte die Filiale Schlagzeilen gemacht, damals wurde die Alsdorfer Filiale – und in der Region auch die in Jülich – noch von der Yi-Ko-Holding GmbH betrieben. Mit dieser hatte Burger King Europe den Franchise-Vertrag gekündigt, nachdem Arbeitsverträge missachtet, Urlaubsgelder und Zuschüsse nicht gezahlt worden waren und eklatante Hygienmängel bekannt geworden waren. Zu Yi-Ko gehörten deutschlandweit 700 Filialen, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen.

Für Alsdorf hieß das: keine Waren mehr, die Nutzung von Firmennamen und Logos sind untersagt. Aber dann ging es doch weiter, die Lizenzen wurden neu vergeben, in Alsdorf wurde die Schloss Burger GmbH wurde neuer Betreiber. Inzwischen gibt es deutschlandweit keine einzige „Company-geführte Filial“ mehr, so der Konzern-Sprecher.

Schon vor rund anderthalb Jahren galt Alsdorf als schwacher Standort, obwohl täglich Tausende Pendler die Kreuzung passieren. Zur aktuellen wirtschaftlichen Situation wollte der Sprecher ebenfalls keine Auskünfte erteilen: „Das machen wir grundsätzlich nicht, weil es sich um ein börsennotiertes Unternehmen handelt.“

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