Alsdorf - Burg und Remise: Erhebliche Schlampereien bei Elektrosanierung

Burg und Remise: Erhebliche Schlampereien bei Elektrosanierung

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
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Kurzschluss: Mit haarsträubendem Ergebnis waren die Stromnetze in Alsdorfer Burg und Remise „saniert“ worden. Nun versucht die Stadt, die damit verbundenen Mehrkosten vor Gericht zu erstreiten. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Ärger und Schaden sind groß. Im Zuge der Sanierung der elektrischen Anlagen von Burg und Remise sind erhebliche Schlampereien aufgetreten.

Hatte der Geschäftsführer der für die Gebäude zuständigen GSG Grund- und Stadtentwicklung GmbH, Günter Jansen, auf Anfrage im Mai vergangenen Jahres noch von einem geschätzten Schaden in Höhe von rund 100.000 Euro gesprochen wurde jetzt im Ausschuss für Gebäudewirtschaft klar, dass es um 215.000 Euro geht. Diese Summe soll nun auf dem Klagewege von der beauftragten Firma bzw. Subunternehmen eingetrieben werden. „Damit müssten alle Ansprüche abgedeckt sein“, sagte Jansen.

Ins Detail gehend, wurde ein wahres Horrorszenario deutlich, das selbst Fachmann wie Laien den Kopf schütteln lässt. Da fehlte die Erdung, war Blitzschutz außer Funktion gesetzt, waren Leitung vollkommen unterdimensioniert, schlampig verlegt (geknickt bis gekappt).

Die Rede war sogar von einem Schwelbrand. Räume waren aus Sicherheitsgründen gesperrt oder wurden erst gar nicht bezogen und in Betrieb genommen. Erst jetzt, nachdem die Schäden umfassend behoben worden sind, steht der Einzug des Standesamtes in der ersten Märzhälfte an – um Monate verspätet.

„Wir hatten feststellen müssen, dass die Mängel derart gravierend waren, dass das Vertrauen zu der beauftragten Firma zerstört war“, sagte Jansen. Die hatte zwar die Strippen nicht selber gezogen, nach dem Prinzip Sub- und Fachunternehmensbeauftragung weitere Firmen mit Ausführung und Überwachung der Arbeiten beauftragt. Da die betroffenen Räume dringend benötigt wurden, galt es zu handeln, wie Jansen ausführte.

Stadt tritt in Vorleistung

So wurden die Mängel per vereidigten Sachverständigen aufgenommen und Arbeiten neu ausgeschrieben. Bereits verputzte Wände wurden wieder aufgestemmt.

Bis zur gerichtlichen Klärung muss die GSG in Vorleistung treten. Die Finanzierung des Maßnahmenpakets aus dem Konjunkturprogramm bleibe davon erst einmal unberührt.

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