Burg Setterich: Wohn- und Pflegeheim in neuen Händen

Von: Lars Odenkirchen
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Feierliche Ubergabe: Pfarrer Hermann Küppers (3.v.l.) übergab das Pflegeheim Burg Setterich symbolisch in die Hände von Bernd Koch und Gabor Szük. Foto: Lars Odenkirchen

Baesweiler. Mit dem „Prädikat behindertenfreundlich” wurde es bereits ausgezeichnet, in Setterich ist es seit Jahrzehnten ein wichtiger Arbeitgeber und unzähligen alten und pflegebedürftigen Menschen war und ist es ein zu Hause: Das Wohn- und Pflegeheim „Maria Hilf Burg Setterich” hat für Setterich schon seit Jahrzehnten eine große Bedeutung.

Hervorgegangen aus dem 1902 gegründeten Kloster „Maria Hilf” zog das Heim Mitte der 80er Jahre an den heutigen Standort an der Burg um, wo die Kirchengemeinde zum Träger der Einrichtung wurde. Die Caritas-Trägergesellschaft West (CTW) übernahm nun die Trägerschaft. Eine logische Entwicklung, wie Franz Römer, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes, während der feierlichen Übergabe erklärte: „Auf Dauer war die umfangreiche Arbeit, die zur Führung eines solchen Heimes gehört, von Ehrenamtlern einfach nicht mehr zu leisten.”

Etwa ein Jahr dauerten die Verhandlungen mit dem neuen Träger, „es sollte keine Nacht- und Nebelaktion werden”, erläuterte Römer. Dabei seien auch kritische Stimmen bezüglich des Trägerwechsels gehört und berücksichtigt worden. Schon während der Verhandlungszeit konnte man allerdings positive Erfahrung mit dem Partner sammeln: Nach dem Weggang des alten Heimleiters hatte Michaela Thiery das Heim im Auftrag der CTW kommissarisch geleitet. Gabor Szük, der gemeinsam mit Bernd Koch als Geschäftsführer der CTW vorsteht, versicherte, dass die CTW das Heim „auch im Sinne der Kirchengemeinde” weiterführen wolle.

Der noch von der Kirchengemeinde geplante Um- und Anbau des Pflegeheims gefalle der CTW sehr gut, die Pläne sollen auch unter dem neuen Träger umgesetzt werden. Über die lange währenden Verhandlungen urteilte Szük, dass diese nicht immer leicht gewesen, aber immer fair geführt worden wären. „Das Ergebnis ist ein sehr gutes.” Mit der Übernahme durch eine katholische Einrichtung wie die CTW sei auch gesichert, dass die „Kirchlichkeit” des Heims erhalten bliebe.

Kreisdirektor Helmut Etschenberg zeigte sich in seinem Grußwort optimistisch, nahm den neuen Träger aber auch in die Pflicht: „Bisher wurde das Heim im guten Geiste geführt, gerade auch durch die Integration vieler behinderter Mitarbeiter hat man sich einen Namen gemacht.” Die CTW müsse nun ihrem guten Namen auch gerecht werden und das Heim in diesem Sinne fortführen. Gerade auch durch den demographischen Wandel sei dies wichtiger denn je. Etschenberg kündigte an, dass der Kreis seiner Aufgabe als Heimaufsicht aufmerksam nachkomme. Durchaus auch mit unangemeldeten Besuchen, durch die in der Vergangenheit auch schon kriminelle Aktivitäten aufgedeckt worden seien. „Allerdings nie bei einem konfessionsgebundenen Haus”, räumte Etschenberg ein.

Bürgermeister Prof. Dr. Willi Linkens lobte abschließend den bisherigen Träger ausdrücklich. Es sei außergewöhnlich und lobenswert, dass Menschen im Ehrenamt bereit wären, eine solche Verantwortung über so lange Zeit zu tragen.
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