Herzogenrath/Aachen - Buntes Leben rund um den „Weißen Weg“

Buntes Leben rund um den „Weißen Weg“

Von: Ines Kubat
Letzte Aktualisierung:
4513674.jpg
Eine Station am Weißen Weg: der Maulbeerhügel im Hasenwalder Feld mit Blick auf Berensberg. Foto: Pinzek
4513675.jpg
Blickfang im Pferdelandpark: Skulpturen aus Stahl säumen den Weißen Weg.

Herzogenrath/Aachen. Vom imposanten Ausblick der Lousbergterrassen startend, kann man auf kleinen Pfaden das ländliche Idyll genießen. Kohlscheid hinter sich lassend, wird man an Herzogenrath vorbeigeführt und kann an der „Verborgenen Mitte“ innehalten, bevor man auf der Brücke am Amstelbach nicht nur das Gewässer, sondern auch die Grenze zu den Niederlanden passiert und Kerkrade erreicht. Einen solch vielfältigen Wanderpfad bietet der „Weiße Weg“ im Herzen des Grenzgebietes.

Jetzt zeichnete Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer den „Weißen Weg“ mit dem „Nationalen Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur – Stadt bauen. Stadt leben“ aus. Besonders lobend wurde erwähnt, dass viele Orte, die nur noch als Restfläche wahrgenommen wurden, wieder in den Alltag der Menschen gerückt wurden. Außerdem zeuge das Projekt von einer interkommunalen und europäischen Entwicklungsplanung mit Vorbildcharakter. Der „Weiße Weg“ zeige auf, wie man über Orts- und Kommunikationsgrenzen hinaus gemeinsame Initiativen weiterentwickeln könne, die sich durch eine hohe gestalterische Qualität auszeichnen.

Viel Grün zwischen drei Städten

Der 30 Kilometer lange Pfad war 2008 als Teil der Euregionale in Zusammenarbeit der Städte Aachen, Herzogenrath und dem niederländischen Kerkrade entstanden. Zentrum des Projektes ist das Gebiet, das auch als Pferdelandpark bekannt ist.

Dabei handelt es sich um die rund 2000 Quadratmeter große landwirtschaftlich geprägte Grünfläche zwischen den drei Städten. Diese wurde in den Fokus der rund 160.000 Anwohner gerückt und zum Erholungszentrum umgewandelt. Dabei wurden größtenteils bereits bestehende Wege erneuert, Informationstafeln angebracht, Wegmarkierungen sowie Aussichts- und Erholungsplattformen geschaffen. Besonders toll sei auch die Zusammenarbeit mit einem Künstler an der Brücke gewesen, die eine kreativere Umsetzung des grenzüberschreitenden Projekts erlaubt habe, erinnert sich Gertrude Helm, Leiterin der Abteilung Stadterneuerung und Stadtgestaltung in Aachen.

Seit der Fertigstellung werde der Weg bereits intensiv von den Anwohnern genutzt, bestätigen Gisela Nacken, Planungs- und Umweltdezernentin Aachens, als auch der Herzogenrather Bürgermeister Christoph von den Driesch, sowie Peter Thomas, Beigeordneter der Stadt Kerkrade, einmütig. Alle seien gleichermaßen stolz über den Preis als Anerkennung des gemeinsamen Projekts. Doch sei die Auszeichnung weniger als ein Abschluss der Zusammenarbeit, sondern eher als Impuls für die Zukunft zu verstehen. Schließlich soll unter anderem noch ein Buch zum „Weißen Weg“ veröffentlicht werden, das nicht nur Informationen rund um das Gebiet, sondern auch einige Rundwege für Naturbegeisterte anbieten soll. Außerdem wird im kommenden Frühjahr die öffentliche Anlage des Müschparks am Lousberg umfangreich aufgewertet.

Die Auszeichnung soll als Anlass genutzt werden, um weiter über zukünftige Aktionen und Veranstaltungen auf und um den Grenzwanderweg nachzudenken. Denn, so fasst Peter Thomas zusammen: „Wir können noch so viel mehr machen“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert