Bunter Besuch vom Stern der „Mumselmonster”

Von: Hannah Wilkens
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Zum Kuscheln: Auch  als Plüsc
Zum Kuscheln: Auch als Plüschpuppe hat Alice Höller „Fritzipold” zur Hand. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Wenn man die Wohnung von Alice Höller betritt, merkt man sofort: Hier dreht sich alles um die Kinder. Kinderzeichnungen an den Wänden, viel Spielzeug auf dem Boden. Die Alsdorferin ist zweifache Mutter und fleißige Kinderbuchautorin.

Schon als sie selber ein Mädchen war, hat sie gerne und viel gelesen. Mit dem Schreiben hat sie aber erst vor etwa zehn Jahren angefangen, als ihr auf der Arbeit immer wieder Kindergeschichten in den Kopf kamen.

An Mütter verteilt

Zuhause setzte sie sich dann an den Computer und begann zu schreiben. „Ich tat es, weil irgendwann so viele Geschichten in mir waren, die raus wollten”, sagt sie. Die fertigen Geschichten verteilte sie an Mütter in ihrem Bekanntenkreis, dachte aber lange nicht an eine Veröffentlichung. Erst als sie selber Mutter von zwei Töchtern wurde, erinnerte sie sich an die Geschichten und las sie den Kindern vor. Die Abenteuer ihres „Mumselmonsters” Fritzipold fanden besonderen Anklang, und so begann Höller, die Geschichte immer weiter zu schreiben und auszubauen. „Fritzipold wurde mit der Zeit immer lebendiger und bekam mehr und mehr Charakterzüge.”

Pelzige Wesen

Und was ist Fritzipold? Na, ein Mumselmonster, kurz Mumsel. Diese bunten, pelzigen Wesen leben auf dem Stern Mumsel. Und eines von ihnen, der Fritzipold, ist mit einer Sternschnuppe zur Erde gereist und erlebt dort mit seinem Freund Ben Abenteuer.

„Mir ist wichtig gewesen, dass Fritzipold wie ein Kuscheltier aussieht, damit jedes Kind in seinem eigenen Kuscheltier einen Freund finden kann, mit dem es reden kann.”

Ihre beiden schärfsten Kritiker sind ihre Kinder. Wenn die Mädchen interessiert zuhören und Fragen stellen, ist die Geschichte gut, wenn sie gelangweilt weggehen, verwirft Höller die Idee und überlegt sich etwas Neues. Mittlerweile hat sich die 37-Jährige ganz dem Schreiben von Kindergeschichten gewidmet. Seit ein paar Jahren illustriert sie ihre Geschichten auch selber. Bevorzugt schreibt sie vormittags, wenn die Kinder aus dem Haus sind, aber auch abends und nachts.

Mehrere ihrer Geschichten sind im „Fant-Verlag” als Hefte und als E-Books oder Download erschienen. Aktuell denkt die Schriftstellerin über einen Sammelband nach. Einige ihrer Erzählungen gibt es auch für Kinder und Jugendliche mit Lese-Rechtschreib-Schwäche in Silbenschrift. Auch Kurzgeschichten und ein Fantasyroman speziell für Jugendliche sind in Arbeit, außerdem soll es Fritzipold bald als Kuscheltier und als Puzzle zu kaufen geben.

In ihren Erzählungen greift die Autorin viele Themen und Probleme auf, die Kinder und Jugendliche beschäftigen - natürlich altersgemäß verpackt. So sind zum Beispiel in ihrer letzten Geschichte Demenz und Tod die Inhalte. Andere Fritzipold-Geschichten behandeln Themen wie Ernährung, Brandverhütung oder Zahnhygiene. Fritzipold soll den Kindern etwas beibringen, vor allem aber ein Freund für sie sein. „Die Kernaussage ist eigentlich: Es gibt keine bösen Monster. Genauso wenig, wie es böse Kinder gibt - also fürchte dich nicht.”

Lesungen in Kindergärten

Mittlerweile liest die Alsdorferin regelmäßig in Kindergärten und Schulen ihre Geschichten vor, wo sie auf große Resonanz stößt. Der Stofftier-Fritzipold ist dann immer dabei. „Ich möchte, dass Fritzipold viele Kinder erreicht, weil er viel zu sagen hat.”
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