Herzogenrath - Bunte Graffiti an den Wänden einmal ganz legal

Bunte Graffiti an den Wänden einmal ganz legal

Von: dag
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Verschönerten eine Wand an der Haltestelle Alt-Merkstein: (v.l.) Leila Schaffrath, Dustin Pragard und Nadja Agzar, (stehend v.l.) Julia Bleilevens von der Mobilen Jugenarbeit und Profi-Spayer Marcel Prescha (Künstlername „Rym“). Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Herzogenrath. Öffentliche Einrichtungen treffen vielschichtige Maßnahmen, um illegal angebrachte Graffiti zu verhindern. Denn die Beseitigung unerlaubter Graffiti an Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln verursacht hohe Kosten. Viele Gemeinden geben jedoch spezielle Flächen für Graffitis frei. So auch in Herzogenrath.

Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes zwischen der Mobilen Jugendarbeit der Stadt, dem Verein Peperoni und der EVS (Euregio Verkehrsschienennetz GmbH) wurde jetzt die Wandfläche an der Haltestelle Alt-Merkstein der Euregiobahn neu gestaltet. Auf einer Länge von 120 Metern wurden – ganz offiziell – thematisch und gestalterisch unterschiedliche Elemente mit Graffiti gefertigt, wie Bilder, Schriftzüge oder Zeichen. Unter Anleitung der beiden Profi-Sprayer Marcel Prescha und David Imgrund waren die Mädchen und Jungen an den beiden Tagen begeistert bei der Sache.

Gemeinsam überlegte die Gruppe vor Ort, welche Motive an die Wand gesprayt werden könnten. Ein Motiv der Euregiobahn mit Schienen durfte natürlich nicht fehlen. Nachdem der Boden vor der Wand mit Schutzfolie und Decken ausgelegt war und die jungen Sprayer mit Mundschutz und Handschuhen ausgestattet wurden, ging es los. Spraydosen mit sämtlichen Farben standen zur Verfügung und wurden nach Herzenslust verwendet, so dass eine farbenfrohe Fläche entstand.

„Wir wollten den Haltepunkt durch vernünftige Graffiti aufwerten“, sagte EVS-Geschäftsführer Christian Hartrampf, „und das ist den Jugendlichen, wie ich finde, wirklich gut gelungen“. Jetzt bliebe nur noch abzuwarten, wie es bei der Bevölkerung ankomme. „Diejenigen, die während der Arbeiten hier waren, haben es positiv aufgenommen“ sagte Julia Bleilevens von der Mobilen Jugendarbeit. Einige hätten zunächst zwar skeptisch geschaut, weil hier gesprayt wurde.

Aber als sie hörten, dass es gewollt und offiziell war, haben sie es toll gefunden.

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