Bunte Facetten purer Lebensfreude beim Tag der Kulturen

Von: ehg
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Abwechslungsreich: Beim Tag der Kulturen in Würselen traten Bauchtänzerinnen der orientalischen Gruppe Karima El-Barkani auf. Foto: Wolfgang Sevenich
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Nachdenklich wurde es bei einem Gedichtvortrag von Asadi Meliha aus Afghanistan. Foto: Wolfgang Sevenich
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Auch Kinder des städtischen Familienzentrums „Lebens-Spiel-Raum“ machten mit. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Unter dem Motto „Hand in Hand für Vielfalt, Offenheit und Demokratie“ bot auf Initiative von Bürgermeister Arno Nelles der zweite Tag der Kulturen unter freiem Himmel und unter schützenden Zeltdächern auf dem Morlaixplatz ein vielfältiges Programm.

Vor nahezu zwei Jahren hatte die Arbeitsgruppe „Engel der Kulturen“ das gleichnamige Projekt ins Leben gerufen. Daran beteiligten sich viele soziale Gruppen und Einrichtungen aus Würselen aktiv.

Von Künstlerhand geschaffen, rollte am Ende des vielschichtigen Projekts die große Radskulptur „Engel der Kulturen“ als Symbol für das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Religionen in gegenseitigem Respekt und in gelebter Humanität durch die Innenstadt – vom städtischen Gymnasium über die Martin-Luther-Kirche bis zur Moschee an der Schweilbacher Straße oder von der Flüchtlingsunterkunft an der oberen Kaiserstraße über die ehemalige Synagoge am Lindenplatz bis zur Kirche St. Sebastian.

Auf dem Morlaixplatz wurde als dauerhaftes Zeichen integrativer Bemühungen eine Bodenintarsie mit dem Symbol des Engels eingelassen.

Viele Partner gewonnen

Der für das Projekt ins Leben gerufene Arbeitskreis nahm sich vor, jährlich einen Tag der Kulturen in Würselen stattfinden zu lassen. So wurde 2016 erstmals in Regie des Arbeitskreises Asyl zu einem „Tag der Kulturen“ in den Garten des Flüchtlingsheimes an der Kaiserstraße eingeladen. Hauptorganisatoren waren in diesem Jahr der Verein Türöffner, das städtische Familienzentrum „LebensSpielraum“ und der Förderkreis Asyl.

Viele weitere Gruppen aus dem Arbeitskreis und darüber hinaus wurden für die Mitarbeit und das Bühnenprogramm gewonnen: die städtische Kindertagesstätte Lessingstraße, die Gesamtschule Würselen, die internationale Klasse des städtischen Gymnasiums, die Kindertagesstätten des Deutschen Roten Kreuzes und die islamische Gemeinde Würselen.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Würselen, Silke Tamm-Kanj, und das Frauenplenum machten mit einem Stand auf ihre Arbeit aufmerksam. Ebenso der stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates, Üstün Gözler, die Freundschaftsgesellschaft Burkina Faso-Réo und die StartUp-Gruppe für Flüchtlingsfrauen der Stadt Würselen.

Zur Stelle waren ebenso Vereine, unter anderem der 1. Würselener Karnevalsverein und die KG „Au Ülle“ sowie das Oppen-Haaler Jungenspiel, die Pfadfinder aus Bardenberg, die beim Aufbau der Zelte mit Hand anlegten, der Verein für Rasenspiele 1911 und die Jugendfeuerwehr des Löschzuges Würselen-Mitte, die mit einem Fahrzeug für ihre ehrenamtliche Tätigkeit die Werbetrommel rührte.

Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm lief ab, durch das Pelin Yigit (Türöffner e.V.) und Renate Rütters, Leiterin des Städtischen Familienzentrum „Lebens-Spiel-Raum“, führten. Die Tür zum farbenprächtigen internationalen Spektakel stießen Kinder von „Lebens-Spiel-Raum“ mit Trommeln und Liedern weit auf.

Evi Rebrière, Mitarbeiterin dieser Einrichtung, stimmte den Song „On ècrit sur les mur“ an. Mit „Drums und Flow“ heizte Aris Papanikolaou (Griechenland) die Stimmung an. Die Weidener Instrumentalgruppe „Lucitones“ wartete mit jiddischer Klezmer-Musik auf.

Bürgermeister Nelles bedankte sich bei den vielen ehrenamtlichen Bürgern verschiedenster Nationalitäten für deren großartiges Engagement. Sein Dank galt aber auch der Städteregion Aachen und dem NRW-Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration. Zudem trugen viele Spender zum Gelingen des Festes bei. Dem Bürgermeister schloss sich der stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates, Üstün Gözler, mit ebenso freundlichen Worten an.

Zwei Lieder stimmten Kinder der Kita Lessingstraße über Frieden an. Als Kontrast dazu meldete sich die „Oriental Group“, bestehend aus jungen Flüchtlingen verschiedener Länder, mit syrischer Musik zu Wort. Orientalisch ging es munter mit der arabischen Tanzgruppe Karima El-Barkani weiter.

Alle Akteure waren in ihrem Element und gewährten Einblicke in andere Kulturen durch ihre Lieder und Tänze. Lebensfreude war Trumpf. Die Internationale Klasse des Gymnasiums intonierte drei Lieder, „Laudato si“, „Hevenu shalom“ und Nenas „99 Luftballons“.

Mit „Lawless Crew“ sorgten fünf junge Männer tänzerisch für Furore. Besinnlich wurde es, als die Afghanin Asadi Melina den Frieden für alle Völker dieser Welt herbei sehnte. Mit bretonischer Musik entführte das deutsche Ensemble „La Famille“ in den Westen Frankreichs. Zum Abschluss wurde erneut das Lied „On ecrit sur les mur“ angestimmt, während Luftballons Grüße vom Tag der Kulturen hinaus trugen.

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