Bundestagsabgeordneter Meister referiert über den Euro

Von: tv
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Nach der Rede ist vor der Rede
Nach der Rede ist vor der Rede: MdB Dr. Michael Meister (CDU) im Gespräch mit inte-ressierten Gästen. Foto: Jan Hoffmann

Alsdorf. Der Euro - retten oder sterben lassen? Seit der um sich greifenden Staatsschuldenkrise steht die europäische Gemeinschaftswährung im Fokus der unionspolitischen, medialen und gesellschaftlichen Aufmerksamkeit.

Unter dem Titel Stabiler Euro - Starkes Europa hat Dr. Michael Meister, Bundestagsabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, auf Einladung des CDU-Kreisverbandes Aachen-Land und der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Aachen-Land, über das Spannungsfeld zwischen Währung, Krisen und Wirtschaftspolitik referiert. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Alsdorfer Bundestagsabgeordneten Helmut Brandt.

Am Standpunkt der Christdemokraten in der Sache ließ Meister keinen Zweifel: Der Euro muss bleiben, nicht zuletzt weil Deutschland von der gemeinsamen Währung über die Maßen profitiere. Dennoch sei es an der Zeit, die Ursachen der Wirtschafts- und Finanzkrise, aber auch der Staatsschuldenkrise anzugehen. Die Rettungsmaßnahmen, die Staaten wie Griechenland, die in die Schuldenbredouille geraten sind, auffangen sollen, dienten lediglich dazu den Patienten am Leben zu erhalten bis die eigentliche Behandlung beginnen könne. Dies verschaffe Zeit. Was die Behandlung der Ursachen angeht, wurde der Finanz- und Haushaltsexperte deutlich: benötigt werde eine deutlich größere Verbindlichkeit in den finanzpolitischen Regelungen in Europa.

Die regionale Wirtschaftspolitik müsse stärker vorgegeben und kontrolliert werden. Alle Bereiche des Finanzsektors müssen reguliert werden. Problematisch sieht Meister, dass einer Währung, die über den Nationalstaat hinausgeht, keine zentrale Exekutive entgegensteht.

Eine stärkere Koordinierung der Finanzpolitik der Euroländer sei aus diesem Grund bitter nötig. Um die Ausrichtung des europäischen Integrationsprozesses zu verdeutlichen, verglich er die Union mit einem Seiltänzer, der zwischen zwei Kirchtürmen balanciert. Dieser müsse in Bewegung bleiben, um nicht vom Wind gestürzt zu werden, er könne entweder vor oder zurück gehen. Vor, um mehr Integration zu wagen, zurück um zu „deintegrieren”. Im Bereich der Wirtschafts- und Finanzpolitik müsse die Union aus seiner Sicht, so Meister, nun einen großen Schritt vorwärts gehen.
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