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Bundesfreiwilligendienst: Freie Stellen im Nordkreis

Von: Verena Müller
Letzte Aktualisierung:
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Bufdis im St. Josefshaus Alsdorf: Florian Becker (r., 17) und Dominic Kaczmarek mit Gertrud Mund. Foto: Verena Müller

Nordkreis. Vielerorts sind im Nordkreis für das neue Jahr noch sogenannte Bufdi-Stellen frei, also Stellen fürs Bundesfreiwilligenjahr: in Pflegeeinrichtungen, Schulen, Kindergärten oder in anderen sozialen Bereichen.

Das St. Josefhaus Alsdorf vergibt beispielsweise noch zwei Stellen in der Pflege und Betreuung sowie eine Stelle in der Hauswirtschaft, die ab sofort besetzt werden können. „Die Nachfrage ist nicht so groß dieses Jahr“, sagt Pflegedienstleiterin Ursula Bronowski.

Fünf Stellen biete das Haus ingesamt seit mehreren Jahren an. „Die zwei besetzten Stellen haben zwei junge Männer, 17 und 27 Jahre alt. Die sind sehr zufrieden“, so Bronowski weiter. Ihre Erfahrung sei, dass die meisten zum St. Josefhaus kommen, weil sie auch in der Altenpflege Fuß fassen wollen, und die Chancen stehen ziemlich gut.

Sogar für ältere Kandidaten. „Vor zwei Jahren hatten wir eine Frau von über 40. Die hat nach dem Jahr ihren Schulabschluss nachgeholt und macht jetzt ihre Ausbildung zur Altenpflegerin“, berichtet die Pflegedienstleiterin.

Voraussetzung für die Arbeit im St. Josefhaus sei Interesse an Betreuungsaufgaben und die Bereitschaft, sich alten Menschen mit Demenz zu widmen. Ein Mindest- oder Höchstalter gibt es nicht. Weitere Infos gibt es bei Ursula Bronowski unter Telefon 02404/67400.

Nach einigen Jahren guter Erfahrung sucht auch das Würselener Arche-Team wieder Bufdis, diesmal je zwei ab Februar/März und ab April/Juni für jeweils zwölf Monate. Die Aufgabenschwerpunkte liegen laut Birgit Krichel, Elsbeth Werner und Peter Küppers von dem Tierschutzverein in der Fütterung und Versorgung sowie in der Säuberung der Tierareale.

Dabei wird besonderer Wert auf einen respektvollen und liebevollen Umgang mit den Tieren gelegt. Hinzu kommen die Pflege und Sauberhaltung des Hofgeländes, der Gebäude sowie verschiedene Gartenarbeiten und die Instandhaltung des Barfußpfads.

Weitere Aufgaben liegen in der Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit. Ein „freundlicher, aufgeschlossener Umgang mit Menschen“ wird vorausgesetzt. „Es ist für die Mitarbeiter der Arche ein besonderes Anliegen, auf diese Art der Unterstützung hinzuweisen, da es erfahrungsgemäß sehr schwierig sei, zuverlässige und beständige ehrenamtliche Helfer zu finden“, so die Arche weiter.

Wer sich für die Tätigkeit interessiert, sollte – das liegt auf der Hand – keine Abneigung gegen Tiere oder „schmutzige“ Arbeiten haben. Auch sollten keine Tierallergien vorliegen. Zudem wird das ganze Jahr über viel Zeit in freier Natur verbracht – bei jeder Witterung. Deshalb ist auch eine Probewoche auf dem Gnadenhof obligatorisch.

Der nimmt ab sofort Bewerbungen entgegen. Interessenten, aber auch, wer die Arche ehrenamtlich oder als Pate bei der Arbeit mit den Tieren unterstützen möchte, kann sich täglich zwischen 15 und 17 Uhr unter Telefon 02405/425383 melden oder über www.arche-aachen.de weitere Infos bekommen.

Das Deutsche Rote Kreuz sucht jedes Jahr, vor allem zum Sommer, für den Nordkreis zwischen 15 und 20 Freiwillige, die schwerpunktmäßig in den Fahrdiensten wie Kranken- und Behindertentransporten eingesetzt sind. „Zwischenzeitlich hatte die Nachfrage mal angezogen, letztes Jahr aber etwas nachgelassen. Unsere Stellen haben wir trotzdem alle besetzen können“, sagt der Beauftragte für den Freiwilligendienst beim DRK, Walter Rühl.

Für dieses Jahr kann man sich ab sofort bei ihm bewerben; E-Mail: walter.ruehl@drk.ac. „Im Grunde kann man jederzeit bei uns anfangen“, sagt er. Der Träger, das DRK Köln, könne die begleitenden Seminare sehr flexibel anbieten, so dass man nicht an bestimmte Rhythmen gebunden ist.

Da die Bufdis beim DRK eine Ausbildung zum Rettungshelfer im Krankentransport erhalten, bevorzugt das DRK Bewerber, die mindestens neun Monate, lieber noch länger bleiben wollen. Ein Führerschein und Fahrpraxis sind Grundvoraussetzung, sonst wird keine Vorbildung erwartet. Eine Altersbeschränkung gibt es auch nicht.

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