Büros statt Autoschau: Anwälte wollen ins Ex-Museum

Von: Georg Pinzek
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Soll zur exklusiven Adresse für Anwälte, Steuerberater, und Gutachter werden: das ehemalige Automuseum im Stadtgarten. Foto: Georg Pinzek

Würselen. In das Ex-Automuseum im Würselener Stadtgarten könnte neues Leben einziehen. Vorausgesetzt: Der gültige Bebauungplan wird geändert. Denn die Auflagen schreiben für das Gebäude im Sondergebiet ausschließlich eine Nutzung als Museum vor.

Ein Investor hat jetzt im Rathaus aber beantragt, in der Immobilie an der Pricker Straße Büros einrichten zu dürfen.

Etwa die Hälfte der Fläche will eine Steuerberatungs- und Anwaltskanzlei nutzten, während die anderen Räume als „Gründerzentrum” an Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer oder Gutachter vermietet werden sollen.

In der Startphase werden voraussichtlich in dem exklusiven Bürohaus 14 Mitarbeiter tätig sein, insgesamt sind 20 bis 25 Arbeitsplätze für den Standort angepeilt. Auf dem gepflasterten Vorplatz sollen 16 Pkw-Stellplätze eingerichtet werden.

Die Verwaltung empfiehlt dem Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung, grünes Licht für das Projekt zu geben. Die Änderung des Bebauungs- und des Flächennutzungsplans stehen am Donnerstag, 17.30 Uhr auf der Tagesordnung.

Grimmig dreinschauende Löwenköpfe, die als große Türklopfer die Toreinfahrt des Museums zieren, bewachten nun jahrelang das lediglich noch als Garage genutzte Gebäude.

Als Kaufpreis waren einst knapp 700.000 Euro für die inserierte „Luxushalle” im Gespräch.

Gebaut wurde das Museum mit einer Nutzfläche von 1000 Quadratmetern auf einem 2400 Quadratmeter großen Grundstück im Jahre 1989. Gescheitert waren Pläne des Fördervereins „Erlebniswelt der euregionalen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben”, der dort im Rahmen der Euregionale 2008 ein Blaulicht-Ausstellungs- und Kommunikationszentrum errichten wollte.
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