Baesweiler - Bürgerworkshop: Viele neue Ideen für die Baesweiler Innenstadt

Bürgerworkshop: Viele neue Ideen für die Baesweiler Innenstadt

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
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Ideen für eine Aufwertung von Baesweiler wurden beim Bürgerabend gesammelt. Foto: Stefan Schaum
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Im Volkspark wird sich was tun. Ideen für eine Aufwertung wurden beim Bürgerabend gesammelt. Foto: Stefan Schaum
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Am Busverknüpfungspunkt in der Schaaf wird sich was tun. Ideen für eine Aufwertung wurden beim Bürgerabend gesammelt. Foto: Stefan Schaum
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Am Hallenbad wird sich was tun. Ideen für eine Aufwertung wurden beim Bürgerabend gesammelt. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Deutlich weniger Besucher – aber zahlreiche pfiffige Ideen: Beim zweiten Bürgerworkshop in Sachen Integriertem Handlungskonzept für die Innenstadt fand sich unterm Strich immerhin mancher Vorschlag, der das Gesicht der City in den kommenden Jahren deutlich verändern könnte.

Gab es zum Start der Bürgerbeteiligung vor gut einem halben Jahr kaum genug Stühle in der Scheune der Burg Baesweiler, blieben sie diesmal bis auf die vorderen drei, vier Reihen leer. Nur gut 20 Besucher fanden sich, die sich an den „Feinschliff“ für markante Punkte in der Innenstadt wagen wollten: das Hallenbad mit Spielplatz und Sportstätten an der Parkstraße, die Bushaltestellen in der Schaaf und der Volkspark. Diese drei Orte können und sollen ab dem kommenden Jahr umgekrempelt werden in dem Integrierten Handlungskonzept.

Zum Start des Abends skizzierte Bernd Niedermeier von der Aachener Planungsgruppe MWM die bisherigen Schritte. „Der erste Workshop war auch für unsere Arbeit ein richtig gutes Fundament.“ Dabei wurde die gesamte City in „Häppchen“ geteilt, so sollen in den kommenden Projektabschnitten – Jahr für Jahr bis 2020 – die Verkehrsachsen, die Einkaufsstraße, der Kirchplatz, das Schulzentrum und einiges mehr aufgewertet werden.

Selbst an einzelne Gebäude kann es gehen. Energetische Sanierung, die Aufwertung von Fassaden – „bei all diesen Dingen wollen wir Sie begleiten“, sagte Niedermeier. Wohlgemerkt: begleiten, denn die Marschrichtung sollen die Bürger schon selbst vorgeben.

Dass Fördermittel fließen werden, um Vorschläge umsetzen zu können, sei sehr wahrscheinlich, sagte Niedermeier. In der vergangenen Woche hatten Mitarbeiter des Städtebauministeriums sich in Baesweiler umgeschaut. „Das sieht gut aus.“

Gut zwei Stunden lang wurden beim jüngsten Abend Vorschläge gesammelt. Beim Thema Volkspark ging es dabei hin und her. Zunächst gab es Überlegungen, ihn vielleicht mit einem Basketballfeld zu versehen oder mit einer kleinen Bühne für Konzerte. Doch das wurde schnell wieder verworfen und am Ende gab es Einigkeit: als grüne Lunge und Ort der Stille soll er dienen, nicht als lauter Treffpunkt.

Damit er zum Verweilen einlädt, muss sich dennoch etwas tun. So gab es den Wunsch, neue, moderne Sitzgelegenheiten aufzustellen und die Wege neu zu gestalten. Bislang sind die Verbindungen weitgehend mit Schotterbett versehen, da hat mancher Senior mit Rollator schnell schlechte Karten. Auch einen Kinderspielplatz –über dessen Aussehen das nächste Kinderparlament mitentscheiden soll – soll es geben.

Heikleres Thema: Die Bushaltestellen in der Schaaf. An denen wurde manches bemängelt. Dass sie nicht barrierefrei sind. Dass die kleinen Verkehrsinseln den Wartenden kaum genug Platz bieten. Und dass sie nicht zuletzt optisch eher ein Schandfleck sind. Lösungsvorschläge gab es auch: Platz gewinnen, indem man den Pkw-Verkehr nur noch in eine Richtung zulässt. Dann könnte es Raum für komfortablere Wartezonen geben und auch die Außengastronomie könnte in diesem Bereich auf mehr Raum attraktiver werden.

Eine Sauna? Unbezahlbar!

Der Wunsch nach einer Sauna für das Hallenbad war an dem Abend ebenso schnell wieder vom Tisch, wie er darauf landete. Deren Unterhalt ist unbezahlbar! Aber die energetische Sanierung wird im Förderprogramm sicher eine Rolle spielen. Ebenso die Aufwertung des Wasserspielplatzes, der ebenfalls neue Wege bekommen solle und vor allem weniger Grün rundum. Derzeit verschwinde er regelrecht hinter einer Mauer aus Bäumen, hieß es beim Bürgerabend. Viele Ideen, die fleißig notiert wurden. Einfließen werden sie in die weitere Planung, voraussichtlich im Herbst soll dann ein Antrag auf Förderung für das kommende Jahr gestellt werden.

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