Bürgerverein: Der alte Stromabnehmer blinkt wieder

Von: -ps-/lz
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Ehrenamtliche Arbeit für die Allgemeinheit macht ihnen sichtlich Spaß: (v.l.n.r.) Norbert Wimmer, Eduard Schulze und Melanie Muhsal sanierten den alten Pantographen am Mariadorfer Dreieck. Foto: Lars Zander

Alsdorf. Ein besonderes Stück Nostalgie wurde vom Bürgerverein Mariadorf neu veredelt. Der Bürgerverein Mariadorf hat für solche „Restaurierungsfälle“ stets ein waches Auge, hat er sich doch neben vielen anderen Aufgaben insbesondere die Sanierung und Erhaltung von Denkmälern und Monumenten in Mariadorf auf die Fahnen geschrieben. Sie nehmen sich Stück für Stück vor.

Nach dem Ehrenmal am Glück-Auf-Park, dem Denkmal des verunglückten Postillons sowie der Skulptur „Bärbelchen“, hatte man sich kürzlich des Stromabnehmers, des so genannten „Pantograph“ auf dem modifizierten Kreisel am Mariadorfer Dreieck angenommen.

Das Monument, das aus einem Verkehrsmuseum beschafft und zur damaligen Inbetriebnahme des Kreisverkehrs aufgestellt wurde, erinnert an die Linie 28 der Straßenbahn, die von Alsdorf über das Dreieck nach Eschweiler fuhr. Der Pantograph war stark in die Jahre gekommen. Viele Stellen des Gestänges waren schon erheblich von Korrosion befallen. An den nostalgischen Bildern, die den Pantograph in der Mitte zieren, war zudem eine Grundreinigung dringend erforderlich.

Da wegen des neuen Einkaufszentrums viele Fahrzeuge den Kreisel passieren und diese Stelle auch das Eingangsportal zu Mariadorf bildet, hatte der Bürgerverein höchste Priorität auf dieses Vorhaben gelegt, das von der Stadt dann auch zügig genehmigt wurde.

Neben dem Freilegen des Sockels wurde der Pantograph, der früher das Dach einer Straßenbahn zierte, komplett entrostet und getreu alten Fotos wieder neu lackiert. Der treue Bezug zur Historie und Originalität ist dem Bürgerverein dabei sehr wichtig. Darüber hinaus wurde das Beet im Umfeld des Denkmals mit neuer Erde und Blumen sehr farbenprächtig wieder hergestellt.

Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. Wenn der Bürgerverein mit seiner Mannschaft anrückt, sind immer Campingstühle und Kaltgetränke dabei, die diesmal neben der Beach-Flag auf dem frisch gemähtem Rasen des Kreisels aufgestellt wurden. „Die ehrenamtliche Arbeit muss doch auch Spaß machen“, so die Mitglieder des Vereins, die sich aber erst nach stundenlanger Handarbeit über das restaurierte Monument freuen konnten und mit Helfern und Besuchern noch eine Weile das Gelingen feierten. Vermutlich gibt es sogar Bewohner, die nun zum ersten Mal zur Kenntnis nehmen, dass sich auf dem Kreisel am Mariadorfer Dreieck ein besonderes Stück Nostalgie befindet.

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