Bürgerportal in Würselen: Behördengänge im Netz erledigen

Von: Georg Pinzek
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Betreuen das Würselener Bürgerportal: Miriam Ameri, stellvertretende Stadtsprecherin, und Stadtsprecher Bernd Schaffrath. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Noch vor der Sommerpause hat der Bundesrat den Weg frei gemacht für Internet-Behördengänge mit dem bestätigten Gesetz zur Förderung der elektronischen Verwaltung (E-Government). In Zukunft sollen Bürger und Unternehmen einfacher und schneller mit der Verwaltung kommunizieren, Behördengänge sollen bald rund um die Uhr im Internet erledigt werden können.

Mit Hilfe von elektronischen Verwaltungsdiensten soll bald in ganz Deutschland eine für alle zugängliche Verwaltungsinfrastruktur angeboten werden. Überflüssige Bürokratie werde entfallen, pries Innenminister Hans Peter Friedrich seinerzeit seinen Entwurf an.

Bürgerkonto anlegen

Noch ist die rundum funktionstüchtige virtuelle Verwaltung Zukunftsmusik. Der gewünschte Bürokratieabbau erfordert neben den rechtlichen Voraussetzungen eben eine Aufrüstung der Online-Portale. Bei der Einrichtung der technischen Voraussetzungen für einen datensichere Kommunikation hat die Stadt Würselen mit ihrem Bürgerportal einen satten Vorsprung, der im Norden der Aachener Städteregion seinesgleichen sucht.

Dabei stellt die Regio-IT, eines der größten kommunalen Rechenzentren in NRW, die Portaltechnologie bereit, die auch bei der Cebit 2013 Aufmerksamkeit gefunden hat. Bernd Schaffrath und Miriam Ameri, zuständig im Rathaus für die Öffentlichkeitsarbeit, ziehen eine positive Zwischenbilanz. Vor wenigen Monaten war das Bürgerportal als zusätzliches Angebot, mit der Verwaltung Kontakt aufzunehmen, an den Start gegangen.

Kennwort geschützt

Um die Online-Dienste in Anspruch zu nehmen, müssen die Nutzer ein Bürgerkonto anlegen. Das ist kostenlos und gar nicht kompliziert, ähnlich einer Anmeldung zum Onlinebanking. Eingefordert werden Daten wie Name und E-Mail-Adresse, die gespeicherten Eingaben werden mit einem Kennwort geschützt. Danach können zum Beispiel unter dem Stichwort „Amtsblatt“ die städtischen Mitteilungen abonniert, oder unter dem Stichwort „Straße“ Schlaglöcher gemeldet werden.

Unter dem Stichwort „Hund“ können die Vierbeiner steuerlich registriert werden. Die Nutzer des Bürgerportals können mittels Online-Formular zu einer Dienstleistung zum Beispiel zu den Themen Bildung und Betreuung, Bauen und Wohnen, Meldewesen, Ordnung und so weiter über eine sogenannte SSL-gesicherte Verbindung Kontakt aufnehmen. Informationen zu sämtlichen Dienstleistungen und Ansprechpartnern in der Stadtverwaltung, Telefonnummern und Öffnungszeiten sind im Bürgerportal zu finden.

Formulare und Merkblätter können kostenlos heruntergeladen werden. „Mit dem Bürgerportal haben wir zunächst die Plattform geschaffen, damit weitere elektronische Verwaltungsdienste sukzessive angeboten werden können“, sagt Schaffrath.

„Es ist ein zusätzlicher Weg neben den bekannten Möglichkeiten, telefonisch, per Mail oder persönlich, die Verwaltung zu erreichen. Niemand ist verpflichtet, elektronische Kommunikation zu nutzen. Über einfache Funktionen kann man aber über diesen Kanal die Mitarbeiter direkt kontaktieren“, betont Ameri. Dass in baldiger Zukunft Internet-Behördengänger alltäglich werden, davon sind die Stadtsprecher überzeugt: „Da ist Würselen auf einem guten Weg.“

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