Bürgermeisterwahl in Roda: Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet

Von: Beatrix Oprée
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Wer wird Chef im Herzogenrather Rathaus? Am 12. Januar fällt die Entscheidung. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Die Hauptkontrahenten sind die alten: Knapp war es vor fast sechs Jahren gewesen, ein Kopf-an-Kopf-Rennen hatten sich die beiden Kandidaten Christoph von den Driesch (40/CDU) und Dr. Manfred Fleckenstein (65/SPD) am 24. Februar 2008 geliefert.

Schließlich obsiegte der Jüngere mit 48,45 Prozent der Stimmen. Als Erster Beigeordneter hatte von den Driesch damals bereits einen fünfmonatigen „Probelauf“ als Verwaltungschef im Herzogenrather Rathaus absolviert, da Alt-Bürgermeister Gerd Zimmermann aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zurückgetreten war.

44,32 Prozent der Wählerstimmen gingen damals an Dr. Fleckenstein, der zum zweiten Mal für das Amt des Ersten Bürgers kandidiert hatte. 7,23 Prozent vereinte Anne Fink auf sich, die für die Grünen, damals noch per Kooperation mit der CDU vereint, angetreten war.

Niedrige Wahlbeteiligung 2008

Einen dicken Wermutstropfen stellte 2008 die niedrige Wahlbeteiligung dar, von 37 688 Wahlberechtigten waren nur 42,18 Prozent an die Urnen gegangen. Ein Umstand, den Dr. Fleckenstein, studierter Mathematiker und Akademischer Direktor an der RWTH Aachen, seinerzeit für seine Niederlage mit verantwortlich machte. Bundespolitische Einflüsse, speziell seinerzeit mangelnde Profilschärfe der SPD bei sozialen Fragen machte er ebenfalls als Gründe aus.

Diese Vorzeichen haben sich mittlerweile geändert, bei den Bundestagswahlen im September verzeichnete die SPD auch in der Rodastadt einen ansehnlichen Stimmenzuwachs.

Und die Partner der rodastädtischen „Gestaltungsmehrheit“, Bündnis 90/Die Grünen sowie Die Linke, haben Dr. Fleckenstein ihre Unterstützung zugesagt und folglich auch auf eigene Kandidaten verzichtet.

Auch die FDP schielt nicht unbedingt nach dem Bürgermeisteramt. „Wir haben lange überlegt“, erklärt Fraktionschef Björn Bock Frank und frei. „Aber wir wollen uns auf die Kommunalwahlen im kommenden Mai konzentrieren, die für uns von entscheidender Bedeutung sind. Davor wollen wir keine Person ‚verheizen‘.“ Bis dahin, so sagt Bock, haben die Liberalen noch „eine ganze Menge“ zu tun.

Rodas Piraten unterdessen schicken einen eigenen Mann ins Rennen: den 45-jährigen Stefan Kuklik, gelernter Informatiker und als Manager für Qualitätssicherung bei einem Druckerhersteller tätig, überdies IG-Metall-Delegierter in Aachen.

Sein Hauptanliegen bei der anstehenden Wahl: den Piraten in Herzogenrath ein Gesicht zu geben – ebenfalls mit Blick auf den darauffolgenden Urnengang, die Kommunalwahl am 25. Mai 2014. Denn ab dann wollen auch die Piraten im Stadtrat mitreden. Allerdings: An der Wahl ihres Bürgermeisterkandidaten hatten sich gerade einmal drei rodastädtische Freibeuter beteiligt.

Stichwahl am 26. Januar?

Alles in allem verspricht es also spannend zu werden am 12. Januar. Eine einfache Mehrheit wie im Wahljahr 2008 ist angesichts des dritten Kandidaten dann nicht mehr möglich. Eine eventuell gemäß Paragraph 46c, Absatz 2, Satz 1, Kommunalwahlgesetz erforderliche Stichwahl hat der Städteregionsrat auf den 26. Januar terminiert.

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