Bürgermeisteramt: Satte Mehrheit votiert für Willi Linkens

Von: Stefan Schaum
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Jetzt ist es offiziell: Dr. Willi Linkens (Mitte) ist der Bürgermeisterkandidat des Baesweiler CDU-Stadtverbandes, hier vertreten von Kassierer Klaus Brüllhoff, dem stellvertretenden Stadtverbandsvorsitzenden Jürgen Burghardt, dem Vorsitzenden Bruno Mohr und Geschäftsführer Andreas Schmitz (v.l.). Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Höchstwerte ist er gewohnt, auch jetzt steht eine überaus satte Mehrheit hinter ihm: Mit 115 von 116 Stimmen wurde Dr. Willi Linkens bei der Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes erneut zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. Es geht um seine vierte Amtszeit. Darüber kann der Wähler in Baesweiler am 13. September entscheiden.

Dass er gerne weitermachen will, unterstrich Linkens am Abend in der Burg Baesweiler mehrfach. Sicher – er hatte diesmal lange abgewartet und sich nicht wie einige Kollegen im vergangenen Jahr dafür entschieden, mit Blick auf die Kommunalwahl seine Amtszeit zu verkürzen. Ebenfalls sicher ist, dass er in der Vergangenheit als Kandidat für andere Posten gehandelt wurde, etwa für den des Städteregionsrats. Das sei Geschichte. „Ich identifiziere mich voll und ganz mit dieser Stadt und bin froh, die Alternativen nicht angenommen zu haben.“ Er fühle sich geradezu verpflichtet, weiterzumachen. „Ich kann mir einfach nicht vorstellen, ab Oktober im Sessel zu sitzen und die Füße hochzulegen. Ich will als Bürgermeister für Sie arbeiten!“

Kontinuität wahren

Kontinuität wahren, nachlegen, ausbauen – nach der Nominierung klang in seiner Rede vor allem einer durch: der langjährige, versierte Amtsinhaber. Linkens betonte, dass Baesweiler nach wie vor auf einem guten Kurs sei – und es mit ihm auch bleiben werde. Er gab sich am Abend kaum angriffslustig in Richtung der politischen Gegner, vielmehr trat er als erfahrener Verwaltungschef auf, als Macher, als Wirtschaftsförderer. Doch er sagte dabei nicht: „ich“, er sagte: „wir“. „Wir sind finanziell immer noch handlungsfähig, und so soll es bleiben.“ „Wir vernachlässigen nicht die kleineren Stadtteile und haben erfolgreich um den Erhalt der dortigen Grundschulen gekämpft.“ „Wir werden Ende des Jahres gut 4000 Arbeitsplätze im Gewerbegebiet haben.“ Und: „Wir wollen mit neuen Baugebieten und niedrigen Steuern dafür sorgen, dass Baesweiler eine lebenswerte, attraktive Stadt bleibt.“

Immer wieder rückte er die Gemeinschaft in den Mittelpunkt. Und zwar nicht nur die zwischen ihm und der CDU, die er ein „tolles Team“ nannte, „das auf verantwortungsbewusste Arbeit setzt und nicht jeder undurchdachten Idee hinterherläuft“. Er sprach vor allem von der städtischen Gemeinschaft, von unmittelbaren Kontakten und Gesprächen. „Bürgernähe ist mehr als Infoabende und Sprechstunden. Ich möchte immer wieder direkt den Menschen begegnen – und das nicht bloß im Wahljahr.“ Da passte es doch, dass zum zweiten Teil des Abends Vertreter aus Vereinen und Institutionen eingeladen waren. Die Resonanz war groß, der Platz in der Scheune kaum ausreichend. Klare Botschaft dahinter: Hier ist einer, der seit langem für Vereine da ist.

Finanzstratege

Mit Blick auf Linkens‘ Traumergebnisse bei vergangenen Wahlen – stets lag er zwischen gut 89 und 93 Prozent – sprach Baesweilers CDU-Stadtverbandsvorsitzender Bruno Mohr von einem, „der wohl nicht viel falsch gemacht haben kann“. Als Finanzstrategen mit juristischem Fachverstand sei Linkens für Verwaltung und Stadt ein Glücksfall, so Mohr. Dem pflichtete als ehemaliges Bundestagsmitglied und Ehrenvorsitzender der Baesweiler CDU Hans-Peter Schmitz bei. „Dass in der Stadt die Dinge erfolgreich und ohne großen Streit auf den Weg gebracht werden, ist vor allem das Verdienst eines Mannes, der die Verwaltung erfolgreich führt.“

Zum Dank gab es am Abend einen Kasten Bier vom Stadtverband. Linkens‘ Lieblingsmarke aus München, aber mit speziellem Etikett der Marke „Willi-Bräu“. Wohl nur für den Fall, dass ihm doch mal Zeit bleibt, die Füße hochzulegen.

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