Bürgermeister Willi Linkens bleibt bei 2015

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
6674378.jpg
CDU Baesweiler sorgt für Verwirrung in Sachen Bürgermeisterkandidatur von Dr. Willi Linkens: Will er, will er nicht, wird er können dürfen? Foto: Stefan Schaum
6674347.jpg
Will durch Verkürzung seiner Amtszeit auch Mehrausgaben für die Wahl sparen: Städteregionsrat Helmut Etschenberg. Foto: Karl Stüber

Baesweiler. Die Entscheidung von Bürgermeister Dr. Willi Linkens, die eigene Wahlzeit, die erst im Herbst 2015 endet, nicht zu verkürzen und sich folglich nicht gemeinsam mit dem Städteregionstag im Mai 2014 dem Wählervotum zu stellen, hat Bestand, wie Linkens auf Anfrage unserer Zeitung sagte.

Dabei haben sich die Voraussetzungen allerdings in einem Punkt geändert. Linkens war im Oktober in seiner Stellungnahme vor einer Versammlung der CDU noch davon ausgegangen, dass ohnehin im Herbst 2015 die Wahl zum Städteregionsrat stattfinden würde und Baesweiler sich dann mit seiner Bürgermeisterwahl an diesen Wahltermin mit „dranhängen“ könnte, „so dass über eine Verkürzung (der eigenen Wahlzeit) keine Kosten eingespart werden können“, wie er vortrug.

Nun hat ihm ausgerechnet Parteifreund Helmut Etschenberg einen Strich durch diese (Kosten-)Rechnung gemacht. Wie berichtet, hat sich der Städteregionsrat – gemeint ist hier die Person als Vorsitzender des Gremiums Städteregionstag und Verwaltungschef der Städteregion – nun doch noch umentschieden und will seine Wahlzeit verkürzen und sich zum Kommunalwahltermin im Mai gemeinsam mit dem Gremium Städteregionstag dem Wählervotum stellen.

Etschenberg hatte in seinem Begründungsschreiben an die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken seinerseits den pekuniären Aspekt angeführt: „Durch die Zusammenlegung der Wahl werden zudem erhebliche Kosten eingespart“ – weil eben der Extra-Termin 2015 entfällt.

„Alleinstellungsmerkmal“

Nun steht Baesweiler mit seiner Bürgermeisterwahl plötzlich doch allein da – und kann sich nicht kostengünstig zusammen mit der Städteregion in 2015 wählen lassen. Das sieht Linkens allerdings nicht so und verweist zum Beispiel auf Kollegen im nahen Kreis Düren, die auch nicht ihre Amtszeit verkürzen.

Der CDU-Mann begründete gegenüber unserer Zeitung das Festhalten an getrennten Terminen: Aus seiner Sicht sei es gut, dass die Wähler nun die Gelegenheit haben, mehr als nur einmal zu wählen und so die Arbeit des Rates sowie die des Bürgermeisters getrennt bewerten zu können. Diese sei ja auch die Grundidee des entsprechenden Gesetzes der alten schwarz-gelben Landesregierung gewesen, das allerdings wieder von der aktuellen rot-grünen wieder revidiert worden ist.

Weitere Aspekt sei die eigene Gesundheit. Linkens könne nun eben später und dann aktuell vor dem Wahltermin bewerten, wie es um seine Gesundheit bestellt ist und ob er wieder antreten kann. Das heißt aber auch, dass Linkens erneut antreten würde, „wenn man mich dann noch will“ – will wohl sagen, wenn seine Partei ihn wieder als Kandidaten aufstellt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert